Staßfurt/Kleinmühlingen l Zum einen stehen beide Mannschaften vor dem Duell, das am Sonnabend um 15 Uhr im Staßfurter Stadion der Einheit angepfiffen wird, tabellarisch mit dem Rücken zur Wand, zum anderen ist die Partie natürlich ein Salzland-Derby. Und das Prestige eines solchen Sieges schmeckt bekanntlich besonders süß.

Aufgrund der Konstellation, dass der Drittletzte des Klassements auf das Schlusslicht trifft, rückt der Derbycharakter für Staßfurts Trainer Patrick Stockmann in den Hintergrund. „Es ist mir egal, ob es ein Derby ist. Wir müssen punkten“, fordert der Coach einen Sieg seiner Elf und erklärt auch, warum: „Zuletzt in Ottersleben war die richtige Einstellung in der ersten Halbzeit einfach nicht da. Und jetzt sind wir in einer Situation, in die wir nicht kommen wollten. Wir sind unten reingerutscht“, ist sich der Übungsleiter der brisanten Lage bewusst, in der sein Team steckt. Gänzlich aus dem Gedächtnis streichen kann Stockmann den Derbycharakter des Spiels dann aber doch nicht. „Natürlich ist es ein Derby und wir haben nach unserer Niederlage im Sparkassen-Cup-Finale 2019 auch noch eine Rechnung offen“, so Stockmann.

Kleinmühlingens Trainer Mario Katte ist indes auch klar, dass die Partie kein alltägliches Spiel ist. „Für beide Mannschaften geht es darum, den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Das wird für beide Mannschaften ein prekäres Spiel. Es geht um viel“, so Katte. Dieser hätte nicht unbedingt damit gerechnet, dass beide Mannschaften sich soweit unten in der Tabelle wiederfinden. Der Derbycharakter macht Katte aber schon Hoffnung. „In solchen Spielen stehen die Chancen immer 50:50. Es spielen Faktoren wie Motivation und Mentalität eine große Rolle“, sagt Katte und will aus der Bodestadt definitiv etwas Zählbares mitnehmen. „Wir haben jetzt gegen Irxleben einen Punkt geholt. Das war schon mal ein Anfang. Man merkt bei uns jetzt Woche für Woche, dass es besser wird. Vielleicht können wir das fortsetzen. Die Chancen stehen gar nicht so schlecht, denke ich“, hofft der TSV-Coach.

Ein Erfolgserlebnis erhoffen sich also beide Teams und benötigen es auch dringend. An der personellen Front haben die Kleinmühlinger im Vorfeld größere Sorgen: Chris Katte, Kevin Junge, Benjamin Balder, Tim Stüber und neuerdings auch Kevin Weber sind allesamt verletzt. „Das ist ein ganz schöner Aderlass. Trotzdem sind wir im Kader breit genug aufgestellt und auch das Training ist hervorragend gelaufen. Wir sind guter Dinge“, bekräftigt Katte.

Bei den Staßfurtern wird Marcel Pusch definitiv fehlen. Er ist beruflich verhindert. Ansonsten plagen die 09er keine massiven Besetzungssorgen. „Es gibt ein paar angeschlagene Spieler. Da müssen wir das Abschlusstraining abwarten“, berichtet Staßfurts Trainer Stockmann. Das Spiel werden beide Teams ganz sicher nicht abwartend angehen. Punkte müssen auf beiden Seiten her.