Wolmirsleben/Atzendorf l Mit einer Woche Verspätung startete die ZLG Atzendorf am vergangenen Sonnabend mit dem ersten Testspiel in die Vorbereitung zur Spielzeit 2020/2021. Nachdem das für den 1. August angesetzte Gastspiel bei Germania Wernigerode (Landesklasse III) abgesagt wurde, wollten die Spieler von Trainer Stefan Rock stattdessen gegen den neuformierten SV Wolmirsleben ihr fußballerisches Können unter Beweis stellen. Doch nach drei frühen Fehlern in der ZLG-Defensive lief die Mannschaft schnell einem Rückstand hinterher. Am Ende hieß es 2:4.

„Es gibt immer positive und negative Aspekte in einem Vorbereitungsspiel. Zudem war es sehr warm“, wollte Rock den Fehlstart seiner Mannschaft nicht zu hoch hängen, gab jedoch zu, „dass solche Fehler in den kommenden Punktspielen nicht passieren dürfen“. Was er meinte, waren viele einfache Unzulänglichkeiten im Atzendorfer Abwehrspiel, die den vermeintlichen Underdog regelrecht zum Toreschießen einluden. „Bei Standardsituationen waren wir oft nicht richtig zur Stelle. Die Zuordnung hat nicht gestimmt. Außerdem hatten wir vor dem dritten Gegentor den Ball eigentlich schon geklärt, ihn dann aber doch noch einmal verloren“, erinnert sich der Übungsleiter.

So war nach 30 Minuten bereits eine Vorentscheidung gefallen, daran konnte auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Philipp Horn (20.) nichts ändern. Dennoch hatte Rock viele lobende Worte für das Tor seines Mittelfeldmannes und dessen Entstehung übrig. „Das erinnerte zum ersten Mal an die Art Fußball, die wir in der kommenden Saison spielen wollen. Mit wenigen Ballkontakten wurde der Ball über zwei Stationen nach vorne getragen und anschließend sicher verwandelt.“ Diese im Training einstudierten Angriffe soll es bei der „Zentralen Landessportgemeinschaft“ künftig noch häufiger zu sehen geben.

Voller Einsatz bis zum Schluss

Trotz des deutlichen Ergebnisses ließen die Gäste in der Folge nicht den Kopf hängen. Der Vorjahressechste der Landesklasse, Staffel IV, erspielte sich vor allem in den zweiten 45 Minuten einige Torchancen, hatten das Glück allerdings nicht auf ihrer Seite und trafen oftmals den Torpfosten oder die Querlatte.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff belohnten sich die Gäste aber schließlich doch. Rückkehrer Sebastian Tolle stellte nach seiner Einwechslung seinen Torriecher unter Beweis und traf nach seinen vier Toren im Sparkassen-Cup gegen Schadeleben erneut für die ZLG.

Doch die Euphorie nach dem Anschlusstreffer hielt nicht lange an. Zu ungenau waren die Abschlüsse des Landesklasse-Vertreters. Zu wenig Torgefahr strahle der Favorit auch im zweiten Abschnitt aus. „Da war einiges an Pech dabei“, bilanzierte Trainer Rock. Den Schlusspunkt setzte folglich auch der Salzlandligist aus Wolmirsleben, welcher in der 85. Minute durch Johnny Rodriguez Gomez den alten Abstand wiederherstellte. Ein Testspiel zum Vergessen und schnell Abhaken für die ZLG Atzendorf möchte man meinen, doch Trainer Stefan Rock sah auch die positiven Seiten.

Angesichts der intensiven Vorbereitung und der hochsommerlichen Temperaturen wusste er das Ergebnis richtig einzuschätzen. „Trotz des warmen Wetters haben sich alle gut bewegt. Das schnelle Spiel nach vorn und das Laufen ohne Ball haben mir schon sehr gut gefallen“, beschreibt der Coach die durchaus erkennbaren guten Ansätze seines Teams.

Bereits am kommenden Sonnabend soll sich die gute Leistung auch im Ergebnis niederschlagen. Ab 13 Uhr ist dann der SV Aufbau-Empor Ost (Stadtoberliga) aus der Landeshauptstadt zu Gast auf dem ZLG-Sportgelände.