Staßfurt l Für die 09er steht ein Auswärtsspiel beim MSC Preussen in Magdeburg auf dem Programm. Vom Papier her ist es ein echtes Topspiel. Die Magdeburger sind derzeit Tabellenvierter und waren bis vor zwei Wochen selbst noch der Ligaprimus. Doch seit dem ist bei den Landeshauptstsädtern nichts mehr wie es war. Trainer Marko Fiedler ist weg und mehrere Spieler kokettieren mit einem Vereinswechsel. Eine tiefe Krise, die zuletzt auch sportlich ihre Spuren hinterließ. In Ilsenburg und gegen Gardelegen kassierten die Preussen Niederlagen und verloren damit die Spitzenposition.

Klar ist, dass auch Staßfurts Trainer Jens Liensdorf diese Entwicklungen nicht verborgen geblieben sind. „Es ist für keinen Verein schön wenn so etwas passiert. Man sollte das aber nicht mit Schadenfreude betrachten oder sich die Hände reiben“, so Liensdorf. „Es gibt natürlich im Moment viele Gerüchte, aber ich wünsche Preussen, dass sie das gekittet kriegen“, ergänzt Staßfurts Coach. Für das Spiel seiner Mannschaft am morgigen Sonnabend soll die Preussen-Krise aber keine Rolle spielen. „Es ist eine Charakterfrage, die sich bei denen stellt, aber wir müssen das klipp und klar ausblenden“, fordert Liensdorf eine konzentrierte Herangehensweise seiner Elf. Zuletzt konnte sich der Trainer in dieser Hinsicht voll und ganz auf sein Team verlassen. „Wir kommen mit den englischen Wochen ganz gut klar. Wir haben auch in dieser Woche schon sechs Punkte gesammelt. Die Jungs sind vom Kopf her gut dabei“, lobt Liensdorf.

Vor allem die Einstellung am Reformationstag im Spiel gegen Ilsenburg gefiel dem Coach: „Das war ein hammergeiles Spiel. Die Jungs haben sich über 90 Minuten in jeden Zweikampf voll reingehauen“, ist Liensdorf noch immer begeistert von der Einsatzbereitschaft seiner Spieler.

Ziel ist ein Sieg

Dementsprechend erwartet Liensdorf auch beim MSC Preussen viel von seinem Kader. „Wir wollen einen Sieg einfahren. Angst brauchen wir dort jedenfalls nicht haben. Es geht auch ums Prestige, denn in der letzten Saison haben wir das Hinspiel verloren und das Rückspiel unentschieden gespielt. Ein Sieg fehlt uns gegen diesen Gegner also noch.“

Qualitativ erhofft sich Staßfurts Trainer, dass seine Mannschaft noch weiter zulegen kann. Das liegt auch daran, dass der Konkurrenzkampf im Kader derzeit wieder groß ist. Bis auf den im Urlaub weilenden Mathias Nagel stehen nämlich alle gesunden Spieler zur Verfügung.