Glöthe l Die Tür zum Sportgelände steht offen, auf dem Platz herrscht reges Treiben. Es ist ein ungewohntes Bild, was sich am frühen Donnerstagnachmittag der vergangenen Woche auf dem grünen Rasen des VfB Glöthe „Am Birkenweg 16“ abspielte. Ungewöhnlich deshalb, weil durch die Stadt Staßfurt alle Sportplätze in der Kernstadt und den dazugehörigen Ortsteilen gesperrt wurden.

Doch weder ein Fußballspiel noch eine Trainingseinheit waren der Grund, warum trotz des prominent am Eingangstor angebrachten Aushanges von Oberbürgermeister Sven Wagner potentielle Besucher auf offene Türen trafen. „Der Platz muss trotz der Sperre in Ordnung gehalten werden, sonst stehen wir, wenn es dann irgendwann weitergeht, vor einer Herkulesaufgabe“, so der Vorsitzende des VfB Glöthe, Mark Skhurovec, der sich auch um den Sportplatz des Vereins kümmert und diesen gerade zu Ende gemäht hat.

Um diesen Vorgang zu erleichtern, haben die Vereinsverantwortlichen zu einem pragmatischen Schritt gegriffen. Dort, wo in den vergangenen Wochen und Monaten die Torpfosten standen, finden sich auf jeder Seite des Feldes nur noch zwei Löcher. Die Tore selbst hängen unweit vom Spielfeld an den Ballfangnetzen. Ob die Akteure des Vereins für Ballspiele auch die Fußballschuhe für diese Saison an den metaphorischen Nagel hängen können, steht noch in den Sternen. Das Torgebälk befindet sich bereits an Selbigem. „Das erspart das unnötige Umfahren der Pfosten, um den Platz in seiner jetzigen Verfassung zu bewahren“, so der Glöther Platzwart.

Zwei hervorragende Plätze

Auf den Zustand ihres Sportgeländes sind sie beim VfB Glöthe zurecht stolz. Nicht viele Vereine in der Kreisliga können auf zwei Rasenplätze in einer derart guten Verfassung verweisen. Erst Anfang letzter Woche wurde der Hauptplatz nach den langen Wintermonaten für den Frühling fit gemacht und auch der Nebenplatz ist nach längeren Arbeiten vor Kurzem fertig geworden. Bei Wiederaufnahme des Spielbetriebes können sich die Spieler des VfB ebenso wie die Gäste auf ein bestens präpariertes Geläuf freuen.

Und auch für die Zuschauer wird einiges geboten. Neben Bänken direkt am Spielfeldrand, von denen die Fans das Geschehen aus nächster Nähe verfolgen können, gibt es auch weitere Plätze für die Anhänger der aufeinandertreffenden Mannschaften. Besonders beliebt sind dabei die Sitze mit Tisch im Vorbereich des Sportlerheims, sowie die „Stehplätze“ direkt neben der Trainerbank mit direktem Kontakt zur Mannschaft. Wann diese jedoch wieder auf dem grünen Rasen auflaufen kann, ist noch offen. Bis dahin herrscht reges Treiben auf dem VfB-Sportplatz weiter nur dann, wenn wieder Rasenpflege gefragt ist.