Atzendorf l Der Trainer der ZLG Atzendorf umschreibt damit das, was sein Team in der Hinrunde der Fußball-Landesklasse schnell begriffen hatte. Die Atzendorfer holten in den bisherigen zwölf Spielen ordentliche 19 Punkte und blicken damit halbwegs zufrieden auf die Hinserie zurück. Dabei waren die Umstände, unter denen Heinz Weile und sein Team am sportlichen Erfolg arbeiten mussten, in den ersten Monaten der Spielzeit 2018/19 alles andere als einfach.

Erfolgsserie gestartet

So begann die Saison nur mäßig. Nachdem die ZLG am ersten Spieltag spielfrei war, setzte es in Runde zwei eine deftige 0:4-Auswärtspleite beim TV Askania Bernburg II. Apropos auswärts – ausschließlich in fremden Gefilden liefen die Atzendorfer auch in den kommenden Wochen auf. Weil das heimische Sportlerheim umfangreich saniert wurde, fanden die ersten Saisonspiele allesamt auf gegnerischen Plätzen statt. Erst am 29. September durfte die Weile-Elf erstmals wieder auf heimischem Geläuf ran. Hier wurde der 1. FSV Nienburg am 5. Spieltag mit 2:1 bezwungen und damit eine echte Erfolgsserie gestartet. Nachfolgend feierten die Atzendorfer nämlich in Kleinmühlingen (2:1), daheim gegen Aken (3:2), in Görzig (3:1) und im Derby gegen Förderstedt (1:0) vier weitere Siege. Hinzu kam zwischenzeitlich ein 2:2 in Altenweddingen im wohl emotionalsten Spiel der Hinserie. Hier lag die ZLG mit 0:2 hinten, verkürzte dann durch Steffen Linsdorf auf 1:2, kassierte anschließend zwei Gelb-Rote-Karten ehe Kay Faatz in den Schlusssekunden doch noch der umjubelte Ausgleichstreffer gelang.

Die Moral war demnach immer intakt. Und so kämpften sich die Atzendorfer zwischenzeitlich sogar bis auf Tabellenplatz zwei vor. „Wir haben in der Mitte der Hinrunde viele wichtige Punkte geholt“, unterstreicht auch Heinz Weile.

Selbstverständlich war das für den Coach jedoch nicht. Zu viele personelle Probleme gab es im bisherigen Saisonverlauf. Immer wieder fielen Akteure aus den unterschiedlichsten Gründen aus, so dass an eine Stammformation bisher nicht zu denken war. „Wir sind mit Sicherheit die Mannschaft mit der größten Fluktuation“, sagt auch Weile. Dementsprechend fällt sein Fazit für die erste Saisonhälfte auch positiv aus. „Insgesamt war die erste Halbserie ganz gut für unsere Verhältnisse.“

Schmerzhafte Niederlagen

Doch es hätte noch besser laufen können. Denn der letzte Eindruck bleibt in den Köpfen der Beobachter meist haften. Und dieser war nicht gut: Platz zwei konnte nicht gehalten werden, weil es bei den Kellerkindern Felgeleben (3:5) und Baalberge (2:3) ebenso schmerzhafte Niederlagen gab, wie daheim beim 2:6 gegen Spitzenreiter Rot-Weiß Alsleben. „Drei oder vier Punkte aus den letzten drei Spielen wären schön gewesen, aber die gab es nicht und das haben wir uns selbst zuzuschreiben“, moniert Weile und hat teilweise Unkonzentriertheiten und Oberflächlichkeiten bei seiner Elf ausgemacht. Die soll es in der Rückrunde nicht geben.