Heyrothsberge l Es gibt etwas zu feiern am heutigen Tag in Staßfurt. Am 12. April 1909, auf den Tag genau vor 110 Jahren, wurde der Staßfurter Verein gegründet. Im Sommer soll dieses Jubiläum noch mit einem Testspiel gegen einen höherklassigen Verein zelebriert werden, für den Moment steht aber der Kampf um den ersten Rang in der Landesliga Nord auf dem Programm. Dabei gastiert das „Geburtstagskind“ beim SV Union Heyrothsberge.

Und es müssen wieder drei Punkte her, soll doch die Jubiläumsspielzeit im Sommer im besten Fall mit dem Aufstieg in die Verbandsliga abgeschlossen werden. „Wir wollen weiter oben dran bleiben“, sagt Coach Jens Liensdorf, der positive Nachrichten vom Personal verkünden kann. Es werden nicht nur alle Spieler dabei sein, auch der zuletzt verletzte Keeper Tobias Witte, es gab auch schon „viele Gespräche und gute Signale für die nächste Saison“, freut sich der Coach. „Das ist schön zu hören.“

Und auch der Verdienst von Patrick Stockmann, der sportliche Leiter des SV 09, der vor dem kommenden Spiel doppelt wichtig ist. „Wir haben ja den besten Spion in den eigenen Reihen“, merkt Liensdorf an. Denn Stockmann kickte bis zum Winter noch in Heyrothsberge, kehrte dann aber zu seinem Heimatverein zurück. „Wir werden sehr viele Information von ihm erhalten und die Stärken und Schwächen des Gegners herausfiltern“, meint Liensdorf.

Das wird sicher ein Vorteil sein, dennoch darf der SV 09 die Aufgabe nicht unterschätzen. „Heyrothsberge kann an einem guten Tag jedes Team schlagen“, sagt der Coach. „Union fährt viele Konter und ist dynamisch und laufstark, trifft aber oft nicht. Wir müssen uns dennoch darauf einstellen, dass der Gegner auf dem schmalen Platz dort die zweite Luft bekommt.“

Die Staßfurter wollen dann nicht ins offene Messer laufen und das Spiel daher möglichst schnell entscheiden. Doch dafür bedarf es im Vergleich zum 0:2 gegen den MSV Börde in der Vorwoche ganz klar einer Steigerung im Abschlussverhalten. „Wir dürfen solche klaren Chancen nicht liegen lassen, das bricht uns oft das Genick“, sagt Liensdorf, der „höchste Konzentration über 90 Minuten“ fordert. Klar, die Staßfurter sind favorisiert – auch, weil die Heyrothsberger zuletzt fünf Pleiten in Folge kassierten. „Das ist sehr gefährlich“, warnt Liensdorf. „Irgendwann reißt jede Serie mal. Ich hoffe, nicht gegen uns.“ Der Verein soll ja schließlich drei Punkte zum Geburtstag bekommen.