Bernburg (rke/tzs) l In jüngster Vergangenheit haben bereits einstige Rivalen einen solchen Schritt vollzogen. Zwei Kontrahenten entschlossen sich mit Hilfe einer Fusion die Kräfte zu bündeln, um nachhaltig einen Spielbetrieb in Herren- und Juniorenbereich aufrechtzuerhalten. In Schönebeck, Naumburg, Weißenfels oder Merseburg entstanden so neue Vereine. Dieses Planspiel soll nun auch in Bernburg umgesetzt werden.

Dabei sind die Gespräche zwischen den beiden „Platzhirschen“ TV Askania Bernburg und dem SV Schwarz-Gelb Bernburg schon sehr weit fortgeschritten. Nun wendeten sich die beiden Fusionspartner mit einer Pressemitteilung an die breite Öffentlichkeit: „Immer mehr Sportvereine in Deutschland, in Sachsen-Anhalt und auch im Salzlandkreis überlegen, mit anderen Vereinen zu fusionieren oder sich anderen Vereinen anzuschließen. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich, stehen aber immer unter dem Gesichtspunkt, den Sport in der jeweiligen Region zu fördern. Auch in Bernburg haben in den vergangenen Monaten die Vereine TV Askania Bernburg, SV Einheit Bernburg und Schwarz-Gelb Bernburg gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Henry Schütze über eine mögliche Zusammenführung beraten.

Solch ein Vorhaben ist ein intensiver Prozess, welcher auch mit vielen Fragen verbunden sein wird. Der SV Einheit Bernburg hat sich im Verlauf der Gespräche gegen eine mögliche Fusion mit den beiden anderen Vereinen ausgesprochen. Die derzeitige Entscheidung wird von den Gesprächspartnern respektiert, sie möchten aber zukünftig sowohl für Einheit als auch für andere Vereine die Türen offenhalten.

Gemeinsames „Wir-Gefühl“

Somit werden nunmehr die Gespräche der beiden Vereine TV Askania und SV Schwarz-Gelb weiter intensiviert. Vorteile dieser Fusion ist ein „Wir-Gefühl“. Mit der Fusion soll auch Demografie-Effekten entgegengewirkt werden. Breitgefächerte Sportangebote für Jung und Alt sind besser umsetzbar. Die Stadt Bernburg sollte mit einem großen Sportverein ausgestattet sein, um somit die Wahrnehmung der Stadt zu verbessern. Der fusionierte Verein möchte sich für unsere Stadt zum Aushängeschild im Sport entwickeln. Über die zu klärenden Fragen werden die Vereine zunächst intern beraten und die weitere Vorgehensweise zu gegebener Zeit kommunizieren.“

In den kommenden Wochen werden die Verantwortlichen weitere Detailfragen erörtern. Dann wird es unter anderem um den Vereinsnamen gehen.