Förderstedt l Will man die Spielzeit des SV Förderstedt in der Fußball-Landesklasse (Staffel IV) zusammenfassen, sind eigentlich nur zwei Begriffe notwendig – Chancenverwertung und Unentschieden. Beides war in den vergangenen Monaten regelmäßig Thema beim SVF.

Punkteteilungen gab es reichlich, insgesamt acht an der Zahl, und auch Torchancen. Die Verwertung dieser war jedoch zu oft mangelhaft. So begann die Spielzeit im August des vergangenen Jahres auch mit einem 0:0 gegen den SV 08 Baalberge.

Es folgte eine knappe 1:2-Heimniederlage gegen das Spitzenteam des TV Askania Bernburg II. Und diese Partie war ein Beleg für ein weiteres Merkmal der Förderstedter Saison: Gegen Topteams spielte die Mannschaft oft groß auf und fuhr immer wieder starke Ergebnisse ein. Fast schon folgerichtig gelang auch der erste Saisonsieg gegen den Zörbiger FC. Immerhin die Mannschaft, die am Ende Platz zwei des Klassements belegte. Danach gab es bis zur Winterpause aber keine echte Konstanz. In acht Spielen siegten die Förderstedter zweimal, verloren dreimal und fuhren drei Remis ein. Damit endete eine durchwachsene Hinrunde mit lediglich 14 Punkten auf der Habenseite. Erschwerend hinzu kam, dass sich mit Marko Ulbrich ein Teil des Trainergespanns verabschiedete. Dieser hatte zusammen mit Artan Isufi seit Saisonbeginn eine Doppelspitze gebildet. Im Dezember trat er aus persönlichen Gründen zurück. Isufi war nun als Spielertrainer in alleiniger Verantwortung.

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Holprig verlief dann auch der Start in die Rückserie. Niederlagen in Ballberge und Bernburg folgten drei weitere Unentschieden. Ein viertes Remis in Serie blieb dem SVF indes verwehrt, denn beim TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen verlor das Isufi-Team in letzter Minute äußerst unglücklich mit 0:1. Diese Pleite war besonders bitter, weil die Förderstedter zuvor zahlreiche Großchancen vergaben. Dennoch zeigte die Formkurve der Förderstedter nun eindeutig nach oben. In den letzten sechs Saisonspielen passten dann auch die Ergebnisse. Vier Siege sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Ein wichtiger Grund dafür war, dass Stürmer Martin Gutsche plötzlich regelmäßig traf und der schlechten Chancenverwertung damit ein Ende machte. Am Ende konnte Gutsche 15 Saisontore vorweisen. Eins davon erzielte er beim 1:0-Sieg am letzten Spieltag gegen Meister Rot-Weiß Alsleben. Mit diesem beschloss der Tabellenachte die Spielzeit immerhin mit einem echten Ausrufezeichen. Dennoch freute sich Spielertrainer Isufi über das Ende der Spielzeit. „Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es vorbei ist. Es war eine schwierige Saison. Vor allem, weil wir immer so viele Ausfälle hatten. Wir haben nie mit der selben Aufstellung gespielt. Das habe ich glaube ich noch nie erlebt“, sagt Isufi.

Dennoch blickt der Coach positiv in die Zukunft. Doch in dieser wird es nicht einfacher. Immerhin sind mit Torwart und Mannschaftskapitän Marco Janich, Necirvan Isa, Vincent Apelt und Axel Böttger vier Leistungsträger zu einem anderen Vereinen gewechselt. Damit dürfte klar sein, dass auch die zweite Saison nach dem Landesliga-Abstieg nicht leicht für die Förderstedter wird.