Staßfurt l So war der weißrussische Nationalspieler Lakisa auch am 28. Januar 2003 für den Regionalligisten SV Concordia am Ball. Damals ging es in einem Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten SC Magdeburg. Die Magdeburger waren zudem amtierender Champions-League-Sieger.

Es war ein Freundschaftsspiel, dass der SV Concordia nur knapp verlor, was die damalige Qualität der Mannschaft zeigte, die seinerzeit von Rainer Koch trainiert wurde. Mit ihm auf der Bank saßen Thomas Görke und Dr. Dirk Rommel. Der erfolgreichste Torschütze der Mannschaft war Anton Lakisa. Mit dem Prädikat, in Weißrussland Nationalspieler gewesen zu sein, schwang sich der Weißrusse zum besten Torjäger der Liga auf. In der Saison 2002/2003 warf Lakisa 280 Tore. Im Durchschnitt waren dies zehn pro Spiel.

Vereinsintern war er aber nicht die Nummer eins. Im hier ausgetragenen Wettbewerb aller Spieler und Spielerinnen aus verschiedenen Mannschaften wurde Lakisa nämlich nur Zweiter. Vor ihm platziert war die 13-jährige Schülerin Jenny Harre, die es auf 10,98 Treffer pro Spiel brachte. Erhalten blieb Lakisa den Staßfurter Handball-Fans aber nicht. Aufgrund seiner Qualitäten rückte er in den Fokus anderer Vereine und war nicht in der Bodestadt zu halten. Sein Weg führte ihn danach unter anderem ins Frankenland zur HSC 2000 Coburg, wo er einige Jahre spielte und zum Publikumsliebling avancierte. Dennoch bleibt seine euphorische Ansage „Ich bin ein Staßfurter“ legendär. Wenngleich diese rückblickend wohl mit einem Augenzwinkern zu werten ist.

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