Staßfurt l Eröffnen wird den Tag der Entscheidungen die zweite Mannschaft des HV Rot-Weiss Staßfurt, die ab 15 Uhr den SV Oebisfelde II empfängt. Dabei geht es im Verbandsliga-Duell nur um die zwei Punkte. „Wir sind in der Pflicht“, verdeutlicht Coach Mario Kutzer.Denn die Staßfurter sind noch abstiegsgefährdet. Zwar ist noch offen, wie viele Teams absteigen (siehe Infokasten), mit einem Sieg könnten die Rot-Weissen aber ziemlich sicher erneut für die Verbandsliga planen.

Doch um die zwei Punkte einzutüten, ist eine komplette Kehrtwende nötig. Zuletzt kassierte die RWS-Reserve zwei klaren Pleiten am Stück und enttäuschte mit einer katastrophalen Einstellung. „Daran müssen wir ganz klar arbeiten“, so Kutzer. Nun sollten die Staßfurter, vor allem mit Blick auf das kommende HVSA-Pokalfinale, wieder in die Spur finden. Doch vorher steht eben noch das Liga-Endspiel an, für das eine „volle Bank“ zur Verfügung steht.

Noch essentieller ist das letzte Saisonspiel für die erste Mannschaft des HV Rot-Weiss. In der Sachsen-Anhalt-Liga könnte der Tabellendritte die gute Saison mit der Rückkehr in die Oberliga vergolden, müsste dafür aber mindestens einen Punkt im Tospiel gegen die SG Spergau (Anwurf 17.30 Uhr) holen. „Jeder weiß, worum es geht. Wir haben uns intensiv vorbereitet, taktisch viel gemacht. Mehr ging nicht“, sagt Coach Sebastian Retting, der eine „sehr volle Halle“ erwartet. Dabei können sich die Zuschauer nicht nur auf Freibier, Ehrungen und Verabschiedungen freuen, sondern auch auf einen Handball-Leckerbissen.

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Denn es ist ein hitziges Duell zu erwarten. Schon das Hinspiel verlief „auf Augenhöhe“, mit dem besseren Ende (30:29) für Staßfurt. Doch dass die Spergauer ein Spitzenteam um Tomas Jablonka oder Cristian Telehuz stellen und über die gefährlichste Offensive der Liga verfügen, ist bekannt. Entsprechend wollen die Staßfurter wieder mit einer guten Defensive dagegenhalten.

Immerhin schielen die Spergauer noch auf Platz eins, was möglich wäre, wenn Calbe vorher beim Dessau-Rosslauer HV II unterliegt. Klappt das nicht, wollen sie dem Kontrahenten aus der Bodestadt laut eigener Aussage aber zumindest den Aufstieg „vermiesen“, was auch Retting zur Kampfansage bringt: „Sie sollen erstmal versuchen, bei uns zu gewinnen. Es ist alles angerichtet und wir werden alles für den Aufstieg geben.“

Schon jetzt will der Coach aber auch festhalten: „Ich bin stolz auf die Jungs, dass wir nach all den Querelen in dieser Saison immer noch ganz oben stehen und die Chance auf den Aufstieg haben. Jeder hat alles reingehauen.“ Und wird es im Saisonfinale garantiert nochmal tun.