Staßfurt l Natürlich ging es beim Testspiel gegen den FSV nicht so ernst zu. Das zeigte allein eine der letzten Aktionen im Spiel. Der Schiedsrichter gab kurz vor dem Ende (57.) einen Strafwurf mit den Worten: „Einen Siebenmeter müssen wir haben.“ Christian Schöne verwandelte souverän zum 28:10. Der letzte Treffer war dann nochmal den Gästen vergönnt. Das Spiel in drei Dritteln endete mit 28:11 (10:4, 20:6) für die Staßfurter, die ihrer Favoritenrolle damit mehr als gerecht wurden.

Doch wie aussagekräftig ist so ein Test gegen eine Mannschaft aus der 1. Nordliga? Co-Trainer Andreas Stops hielt fest: „Jedes Testspiel ist ein Erfolg. Wir wollten einige Kombinationen festigen und in der Abwehr etwas ausprobieren.“ Und auch wenn die Magdeburger „teilweise etwas unorthodox“ spielten und der Gegner aus Biederitz einen Tag zuvor ein „ganz anderes Niveau“ hatte, es ist den Staßfurtern gelungen.

Auch eine Steigerung zwischen den Spielen war zu erkennen. Kritisierte Staßfurts Präsident Patrick Schliwa beim Biederitz-Spiel noch die Deckung, sah das gegen den FSV schon besser aus. Nur elf Gegentreffer sind ein guter Wert. Vor allem im zweiten Drittel überzeugten die Hausherren hinten und kassierten nur zwei Tore. Und das, obwohl „wir auch mal eine 5:1-Deckung mit vielen unterschiedlichen Leute ausprobiert haben“, so Stops. Rot-Weiss war auch wieder gezwungen etwas umzustellen, es fehlten einige Stammspieler.

So waren auch Florian Panzer und Kevin Engelhardt aus der zweiten Mannschaft dabei, sogar der ehemalige Spieler Tobias Ortmann lief auf. Das gab den Staßfurtern um Trainer Uwe Werkmeister aber auch die Möglichkeit, einige Spieler zu testen. Die Neuzugänge Andreas Steinbrink und Christian Schöne zeigten einmal mehr, dass sie der Mannschaft helfen können. Aber auch Niklas Kaiser bot sich in beiden Spielen sehr an. Der Rechtsaußen ist sicher einer der Gewinner der Vorbereitung. Auch der gerade einmal 18-jährige Niklas Zimnick bekam gegen den FSV Spielzeit. Stops: „Er hat das schon ganz gut gemacht. Ihm gehört hier sicher die Zukunft.“ Und auch es wenn noch nicht um Punkte ging, solche Erkenntnisse freuen doch alle Seiten.

Am kommenden Dienstag steht für die Staßfurter in der Merkewitzhalle ein Testspiel gegen den USV Halle an und damit wartet „eine ganz andere Hausnummer“, sagte Stops. „Bis dahin müssen wir uns nochmal steigern. Und dann können wir die letzten kleinen Schrauben nachdrehen.“