Wolmirsleben l Ronny Faatz kam kürzlich aus eigener Initiative auf den SV Germania Borne zu. Der ehemalige Spieler wollte wieder aushelfen. „Es tut ihm in der Seele weh, dass wir so schlecht dastehen“, berichtete Co-Trainer Sven Klippstein. Und so war der bereits 36-jährige Faatz beim Heimspiel am Wochenende gegen den HSV Haldensleben wieder dabei. Natürlich, hat er nicht mehr die Fitness und Spritzigkeit wie früher, aber „ein breiter Kader tut uns gut“, sagte Klippstein. Für einen Erfolg hat es jedoch wieder nicht gereicht. Das Schlusslicht der Verbandsliga Nord musste sich mit 30:34 (13:16) geschlagen geben und kassierte damit die 17. Niederlage in dieser Spielzeit.

Weil die anderen beiden Teams im Keller, der HSV Zerbst und der Post SV Magdeburg II, jeweils gewannen und damit „ihre Hausaufgaben erledigten und wir nicht“, so Klippstein, sieht es dort unten weiter sehr düster aus für Germania. Doch so schlecht war das Spiel der Borner dieses Mal nicht. „Wir haben uns gegen den Tabellendritten beachtlich verkauft. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, schilderte Klippstein.

Und so begegneten sich die Teams in Wolmirsleben lange auf Augenhöhe. Nach den ersten zehn Minuten stand es 6:6, auch im Laufe der ersten Hälfte konnte sich der Favorit nur knapp absetzen (11:10, 20.). Bis zur Mitte des zweiten Durchgangs war das Spiel offen (22:24, 46.). „Es war bis zu diesem Zeitpunkt ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte der Co-Trainer. Doch nach dem Treffer von Christian Fink, der mit elf Toren auch bester Werfer an diesem Tag war, gelang den Gastgebern kaum noch etwas. Die Schwarz-Gelben schafften es nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen, weil sie einige klare Möglichkeiten liegen ließen, zu viele Zeitstrafen kassierten und auch das „Quäntchen Glück fehlte“, so Klippstein. Technische Fehler. Auch von den erfahrenen Spielern. „Das kommt dazu, wenn du da unten drinsteckst.“

Dennoch: Der Teamgeist stimmt bei Borne. „Wir haben nie aufgegeben und bis zur letzten Minute an den Sieg geglaubt“, berichtete Klippstein. Auch fünf Minuten vor dem Ende war der SVG nochmal dran (27:29, 55.), aber „es sollte nicht sein“. Der Kader war breit genug. Sogar Coach Benjamin Prosowski spielte mit und erzielte drei Treffer. Der Wille war ebenfalls da. Aber trotz aller Sorgen und der Hilfe – die Borner kommen aus ihrer Krise nicht heraus.

Borne: Schulz, Brinkmann, Salm- Lahne (5), Faatz, D. Klippstein, Schafflik (2), Fink (11), Dietze (1), Prosowski (3), Scholz (5), Schulze, Neugebauer, Wegener (3)

Siebenmeter: Borne 6/5 - HSV 8/7 Zeitstrafen: Borne 9 - HSV 6