Coswig/Staßfurt l Sieben Spiele in Folge hat der HC Salzland 06 in der Sachsen-Anhalt-Liga verloren. Der letzte doppelte Punktgewinn liegt mittlerweile schon über drei Monate zurück, er gelang Anfang September gegen die Reserve des TSV Niederndodeleben. Es ist klar: Die Staßfurterinnen sehnen sich mal wieder nach einem Sieg. Und an diesem Wochenende haben sie in den Nachholspielen sogar die zweifache Chance dazu.

Am Sonnabend um 14 Uhr treten die Salzländerinnen auswärts beim SV Blau-Rot Coswig an, am dritten Advent um 16 Uhr empfangen sie in der Salzland-Sporthalle den HSV Magdeburg. Ob es dabei, gut eine Woche vor dem Weihnachtsfest, zur doppelten Bescherung kommt oder eher der Frust Einzug erhält, hängt auch davon ab, wie der HC Salzland mit dem Doppelspietag klar kommt. „Wir müssen schauen, wie die Spielerinnen damit umgehen“, sagt auch Trainerin Sylvia Breitenstein, die wieder nur eine knappe Personaldecke zur Verfügung hat, weil auch Keeperin Evelyn Kayevic ausfallen wird.

Dennoch macht sie klar: „Priorität hat das Spiel in Coswig.“ Klar, es kommt zum absoluten Kellerduell zwischen dem punktlosen Schlusslicht und den Staßfurterinnen auf dem vorletzten Rang. Der Gegner ist dem HCS dabei unbekannt, die Verantwortlichen haben im Vorfeld aber recherchiert und auch ein Spiel der Blau-Roten gesehen. „Das ist eine Mannschaft, die einen schnellen Ball spielt und körperbetont über den Kreis agiert“, blickt Breitenstein voraus.

Wie der HCS dagegenhalten will? „Wir müssen unsere Fehler minimieren und uns auf unsere Stärken berufen.“ Auch Salzland kann schnell spielen. Wenn die Staßfurterinnen nach einer Woche, in der sie „super trainiert“ haben, die taktischen Vorgaben umsetzen können, ist der Sieg im Krisengipfel drin. „Die Chancen stehen 50:50 mit einem leichten Vorteil für uns“, schätzt Breitenstein ein.

Und klappt es dann gegen Coswig mit dem Sieg, könnte dieser mit Punkten gegen den HSV Magdeburg veredelt werden. Nach der knappen Pleite im Hinspiel „sehe ich schon eine Chance“, so Breitenstein. Auch wenn der Tabellenzweite zu Gast ist. Aber die Trainerin weiß auch: „In dieser Saison ist alles möglich.“ Auch ein Sieg gegen den Favoriten aus Magdeburg. Das wäre auf der Vereinsweihnachtsfeier wohl das beste Geschenk für Spieler, Sponsoren und Fans.