Schönebeck/Staßfurt l Ein ganz besonderes Spiel ist das Derby zwischen der SG Lok Schönebeck und dem HV Rot-Weiss Staßfurt für Mario Meißner, der im vergangenen Sommer nach Staßfurt wechselte und heute um 17.30 erstmals an alter Wirkungsstätte antritt. „Er war schon im Hinspiel sehr gut und ist bestimmt wieder sehr motiviert. Er darf nur nicht überdrehen“, blickt Coach Sebastian Retting voraus. Ob er wieder so viel Spielzeit bekommt und seine sieben Tore aus dem Hinspiel bestätigen kann, bleibt abzuwarten.

Fakt ist: Retting muss sein Team etwas umbauen. Mit Christian Schöne und Oliver Jacobi werden zwei absolute Leistungsträger fehlen, zudem sind Andreas Steinbrink und Andy Beinhoff angeschlagen. „Das wird sicher nicht so einfach dort“, spricht der Coach nicht nur die Personalprobleme an, sondern auch die Lage des Gegners, der nach 22 Pleiten aus 23 Spielen schon sicher abgestiegen ist. „Die schlimmsten Gegner sind die, die nichts mehr zu verlieren haben. Lok wird uns ärgern wollen.“

Staßfurter dürfen nicht larifari auftreten

Dass die Staßfurter spielerisch klar besser und eindeutig favorisiert sind, ist klar. Es ist im Derby nur eine Frage der Einstellung. Der Trainer hat es seinen Schützlingen in der Woche oft genug klar gemacht, dass sie alles geben müssen und „keinesfalls larifari auftreten“ dürfen.

„Das Spiel wird bereits auf dem Weg zur Sporthalle entschieden“, spricht Retting an, dass die Staßfurter schon im Bus die richtige Einstellung zur Partie haben müssen und das dann in den ersten zehn Minuten auch gleich zeigen sollten. „Die Schönebecker machen viel im Eins-gegen-eins, das müssen wir zerstören“, so der Coach, der fordert, dass sein Team robust steht: „Wir müssen hinten ackern.“

Einen „guten Rückhalt“ hatten die Rot-Weissen da zuletzt immer in Sebastian Schliwa. „Er spielt momentan sehr starke Konterbälle“, lobt Retting. Und die präzisen Pässe sollen heute Abend auch durch die Franz-Vollbring-Halle fliegen. Ein möglicher Abnehmer ist dann natürlich der pfeilschnelle und konterstarke Mario Meißner.