Staßfurt l Schon in der Anfangsphase dominierten die Staßfurter nach Belieben und führten nach 15 Minuten und einem Treffer von Christian Schöne bereits mit 9:4. Vor allem in der Abwehr packten die Staßfurter beherzt zu und münzten, die daraus resultierenden Ballgewinne in schnelle Tore um. Von der guten Deckungsarbeit profitierte vor allem auch Torhüter Calvin Kleineidam, der zahlreiche starke Paraden zeigte.

Im Angriff zeigte sich erneut Tim Steffen in guter Verfassung. Der sprunggewaltige Rechtshänder erzielte insgesamt sieben Tore. Der torgefährliche Rückraum und die treffsicheren Außen bildeten die Spitze eines insgesamt leistungsstarken Team-Eisberges, bei dem Danijel Arapavic überraschend nicht zur Startformation gehörte. Doch auch ohne den international erfahrenen Kroaten lagen die Gastgeber zur Pause bereits mit fünf Toren in Führung. „Wir wollten unbedingt Revanche für die Hinspiel-Niederlage nehmen, haben von Anfang an aggressiv gedeckt, und so war es insgesamt ein verdienter Sieg“, resümierte Trainer Sebastian Retting nach der Partie.

In Halbzeit zwei wechselte Rot-Weiß-Coach Retting dann munter durch, ohne dass der Spielfluss spürbar abnahm. Dementsprechend setzten sich die Gastgeber immer weiter ab. Allerdings war der Gegner aus Radis diesmal auch nicht mehr als ein Sparringspartner. „In der ersten Halbzeit haben wir noch gute Ansätze gezeigt, aber das Tor einfach nicht getroffen. Wir haben es aber auch nicht geschafft, den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen und so sieht man gegen diese Staßfurter Mannschaft dann natürlich alt aus“, analysierte Radis-Trainer Dirk Wald, der sich mit seinem Team in den kommenden Wochen unbedingt aus dem derzeitigen Leistungstief „herauskämpfen“ will. Sein Gegenüber hatte unterdessen wenig zu meckern. „Am Ende hatten wir ein paar Fehlwürfe zu viel, das hat mich ein bisschen geärgert“, sagte Sebastian Retting. Dies war allerdings ein Kritikpunkt, der diesmal nicht weiter ins Gewicht fiel, denn der Gegner konnte zu wenig Gegenwehr leisten.

Durch den Erfolg verteidigten die Staßfurter auch ihre Tabellenführung mit nun 28:6 Punkten. Der ärgste Verfolger, SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, setzte sich am Sonnabend bei der SG Lok Schönebeck allerdings ebenfalls souverän mit 34:27 durch und hat, bei einem Spiel weniger, weiter die besseren Karten im Aufstiegskampf. Die Wittenberger stehen aktuell bei 27:5 Zählern.