Magdeburg/Staßfurt l Schon in den ersten Wochen zeigt Mark Illig, wie leidenschaftlich er als Handball-Trainer zu Werke geht. Der neue Übungsleiter des Sachsen-Anhalt-Ligisten HC Salzland 06 gestikuliert nicht nur an der Seitenlinie und versucht auch bei schlechten Spielen seiner Sieben wie beim 15:35 gegen Köthen in der Vorwoche stets jede einzelne Spielerin zu motivieren, er verbringt auch in der Woche jede freie Minute damit, an der Taktik zu tüfteln.

Abstimmung muss besser werden

Und so studierte er in den vergangenen Tagen das Video vom Köthen-Spiel, erkannte die Fehler und sprach mit seinem Trainerteam und der Mannschaft. „Wir dürfen zwar nicht in der Vergangenheit leben, doch natürlich haben wir das besprochen“, sagt der ehemalige Torhüter der SG Lok Schönebeck, der vor dem Auswärtsspiel beim HSV Magdeburg heute um 18 Uhr fordert: „Im Rückzugsverhalten haben wir noch Defizite. Die Abstimmung muss besser werden. Wir müssen in der Abwehr mehr kommunizieren und aggressiver spielen. Gerade gegen den HSV Magdeburg.“

Denn auch mit dem kommenden Kontrahenten hat sich Illig beschäftigt und weiß, was ihn stark macht: „Der HSV ist unwahrscheinlich wurfstark, vor allem auf Halblinks mit Emma Sophie Jahns.“ Ihre Kreise gilt es also einzuengen. „Wir dürfen aber auch die anderen Spielerinnen nicht unterschätzen, alle haben eine super Ausbildung genossen.“

Doch auch der HCS-Trainer hat sich „den ein oder anderen Spielzug überlegt“ und ist grundsätzlich, trotz der eindeutigen Außenseiter-Rolle seiner Mannschaft, recht optimistisch. Auch die Duelle im Vorjahr gingen eng zu, auch wenn der HSV beide für sich entschied (28:23, 29:26). „Ich bin guter Dinge, dass wir den Gegner unter Druck setzen können. Wir freuen uns, wenn es dann zu Punkten reicht.“

Joan Voigt und Peggy Grenzer können bei dieser Mission nicht mithelfen. Alle anderen werden darauf brennen, sich besser zu präsentieren.