Staßfurt l 16 Tore. Das ist die Ausbeute von Tino Korin in den vergangenen beiden Spielen. Der Rückraumspieler ist schon immer Lenker und Denker im Mittelfeld des HV Rot-Weiss Staßfurt II aus der Verbandsliga Süd. Er leitet das Spiel und weist seine Mitspieler an. Der Abschluss war dabei allerdings nie seine Königsdisziplin Zuletzt klappte es aber sehr gut. Eine neue Qualität?

Für Trainer Mario Kutzer nicht unbedingt: „Er ist schon immer ein überragender Spieler. Es kommt nur darauf an, wie er seine Qualitäten abrufen kann.“ Korin war lange von Problemen mit dem Knie gequält. Im Moment bereitet ihm das Gelenk aber keine Schwierigkeiten. Er kann ohne Schmerzen spielen. „Das ist auch ein Auslöser, warum es bei ihm gerade so gut läuft. Er ist viel mutiger als zuvor“, ist Kutzer froh und unterstreicht seine größte Stärke: „Er kann mit links und rechts werfen. Das macht ihn für den Gegner schwer berechenbar“

Und diese Flexibilität soll er auch im kommenden Spiel wieder zeigen. Sonnabend um 16.30 Uhr treffen die Bodestädter in der heimischen Merkewitz-Halle auf Anhalt Bernburg II und damit den Vorletzten. „Es zählt gerade in diesem Spiel nur ein Sieg. Das weiß die Mannschaft“, berichtet Kutzer. Bis auf Florian Panzer sind für das „Vorhaben zwei Punkte“ auch alle mit an Bord.

Kein Selbstläufer

Ein Selbstläufer wird das aber gewiss nicht. Auch wenn die Bernburger in bislang zehn Spielen neun Pleiten kassierten, ruft Kutzer zur Vorsicht auf. „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen.“ Ein gutes Beispiel war das letzte Heimspiel gegen Coswig, in dem es nach komfortabler Führung nochmal eng wurde. „Wir müssen über 60 Minuten konzentriert sein“, fordert der Coach.

Auch die beiden klaren Siege gegen Anhalt II aus der Vorsaison (31:22, 30:20) sollten die Gastgeber nicht in Sicherheit wiegen. Bernburg strahlt dennoch „von jeder Position Gefahr aus“, so Kutzer. Deshalb hat der Staßfurter Trainer „mit diesen Ergebnissen und der schlechten Platzierung auch nicht gerechnet“.

Doch egal, was die Staßfurter da heute erwartet. Ein Sieg soll her gegen den Vorletzten. Nach der längeren Pause will die RWS-Zweite das Jahr mit einem Sieg beenden. Während in der Vorwoche ein lockeres Training mit dem Schwerpunkt auf Regeneration auf dem Programm stand, „haben wir in dieser Woche wieder angegriffen“, sagt Kutzer. Der taktische Feinschliff erfolgte dann gestern Abend.

Der HV Rot-Weiss II ist gut eingestellt auf den Gegner und hat mit dem formstarken Korin ein Ass im Ärmel. Nun muss nur noch die Leistung auf der Platte stimmen. Damit die Stimmung auf der anschließenden Weihnachtsfeier auch entsprechend gut ist.