Staßfurt l Die Schlusssirene in der Paul-Merkewitz-Halle ertönte. Der HV Rot-Weiss Staßfurt II hatte seine Hausaufgaben mehr als ordentlich erfüllt. Mit einem 30:20-Sieg gegen Bernburg präsentierten sich die Verbandsliga-Handballer nochmal von ihrer besten Seite und blieben im achten Spiel in Serie ungeschlagen. Für den Bronzerang reicht es für die Staßfurter aber nicht, weil auch Tus Radis II siegreich war und den Platz behält. Die Bodestädter beenden eine gute Saison nach dem 15. Sieg noch auf Platz vier.

Sechs-Tore-Führung zur Halbzeit

„Wir sind sehr zufrieden mit der Saison“, sagte Tino Korin nach dem Spiel. „Unser Ziel war es oben mitzuspielen und das haben wir geschafft.“ Der eigentliche Spieler ersetzte Mario Kutzer auf der Trainerbank. „Es macht viel Spaß und diese Perspektive ist auch mal interessant“, lautete sein Fazit zum ungewohnten Aufgabenbereich. Der Interimstrainer sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Bis zum 4:4 waren die Gäste dran. Dann aber setzten sich die Hausherren ersmals deutlich auf 8:4 ab. Bis zum Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber das Resultat sogar auf eine Sechs-Tore-Führung. In der zweiten Hälfte mussten die Staßfurter zunächst wieder zwei Tore einstecken. Zehn- Tore-Mann Sebastian Welzel verkürzte auf 12:16 (34.).

Den alten Vorspung stellte Kevin Engelhardt aber nur eine Minute später wieder her. Nach 40 Minuten stellte Martin Dittmar, mit neun Treffern bester Werfer der Gastgeber, auf 21:13. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Vorentscheidung gefallen. Über die Stationen 23:15 (46.) und 27:18 (52.) bewegten sich die Rot-Weissen, stets dominant, Richtung Spielende. Und auch, wenn sie noch einiges liegen ließen, der Zehn-Tore-Vorsprung ist den Gastgebern durch einen Doppelpack von Lukas Bönecke (57., 29:19) noch gelungen.

Sieben Treffer zum Abschied von Gödde

Und hinten verteidigten die Staßfurter stark, schienen sich mit aller Macht gegen das 20. Gegentor zu stemmen. Doch es fiel noch ein Treffer auf beiden Seiten. Dennoch war Tino Korin sehr zufrieden: „Die Abwehr hat klasse gespielt. Kevin Engelhardt hat da hinten alles weggeblockt. Aber auch die beiden Keeper haben einen super Job gemacht. Es war auch in der Höhe ein verdienter Sieg.“

Das war auch an den strahlenden Gesichtern danach zu sehen. Nachdem die Staßfurter nochmal einen Kreis bildeten, positionierten sie sich im Tor und ließen Christian Gödde hochleben. Er verabschiedete sich mit sieben Treffern. „Er ist ein super Spieler, der uns sehr fehlen wird“, weiß auch Korin. Gödde geht mit einem klaren Sieg. Und einem guten Gefühl. Und auch, wenn es am Ende nicht zu Bronze gereicht hat, an diese Saison wird sich der Handballer sicher noch eine ganze Weile erinnern.

Staßfurt: Jesse, Sieland - Rösler, Stein (1), Linke, Gödde (7), Kunze (1), Dittmar (9), Loose (1), Panzer (1), Bönecke (2), Hoffmann (3), Engelhardt (6), Wilke

Siebenmeter: Staßfurt 4/4 - Bernburg 7/5 Zeitstrafen: Staßfurt 5 - Bernburg 1