Aschersleben l Auch die neue Halle brachte kein Glück. Der HC Salzland 06 hat sein Heimspiel in der Bestehorn-Sporthalle in Aschersleben gegen den SV Oebisfelde mit 21:24 (12:13) verloren. So richtig unglücklich war Trainerin Sylvia Breitenstein aber dennoch nicht: „Wir brauchen den Kopf nicht zu senken. Wir haben uns super verkauft.“

Zwar fehlten dem HCS erneut sechs Stammspieler-innen, dennoch ging die Breitenstein-Sieben „von Beginn an diszipliniert“ zu Werke. Entsprechend entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Match. Die knappe 5:4-Führung (12.) bauten die Gastgeber sogar auf drei Tore aus (8:5, 16.). Auch eine stark parierende Evelin Kayevic, die ihr erstes Spiel für Salzland absolvierte, hielt die Blauen im Spiel. „Doch kurz vor der Pause erlaubten wir uns ein paar Unzulänglichkeiten, die der Gegner mit Kontern eiskalt bestrafte“, beobachtete die Trainerin. So kam der Gast zum 12:12 (28.) und ging mit einer knappen Führung in die Pause.

Weil Mareike Fiedler mit der Pausensirene eine Zeitstrafe kassierte, starteten die Salzländerinnen den zweiten Durchgang zu sechst. Da dann kurz danach auch Laura Nahrendorf runter musste, war der HCS fast vier Minuten in Unterzahl. „Das war der Knackpunkt, wir sind sehr ungünstig aus der Pause gestartet“, wusste Breitenstein, die mit ansehen musste, wie ihr Team mit 12:16 in Rückstand geriet (34.). Beim 15:19 (42.) nahm sie nochmal eine Auszeit, um ihr Team „neu zu ordnen und in die richtige Bahn zu lenken“.

Und das klappte mit etwas Verzögerung. Zunächst zogen die Gäste auf 22:17 davon (51.), dann hatten die 06er mit einem 3:0-Lauf aber die passende Antwort. Doch sie konnten eben nur noch auf 20:22 (58.) verkürzen. Für mehr fehlt in der derzeitigen Situation vermutlich das Selbstverständnis. An diesem Tag aber auch einfach die Kraft. „Die Spielerinnen waren platt nach dem intensiven Spiel“, so Breitenstein, die mutmaßt: „Mit mehr Wechselmöglichkeiten wäre vielleicht auch mehr drin gewesen. So aber erzielte Lena Witzke den „Befreiungstreffer“ für die Gäste. Das 23:20 (59.) „war die Entscheidung, vorher war noch alles offen“, sagte die Trainerin.

So richtig unzufrieden konnte sie dann einfach nicht sein. Das Feedback von den Fans in Aschersleben war positiv. Und auch, wenn es keine Punkte gab, die Leistung passte: „Die Fehlerquote war deutlich geringer als sonst.“ Dieses Spiel macht Hoffnung für kommende Aufgaben. Blöd nur, dass jetzt erstmal ein Monat Pause ist und das nächste Punktspiel erst am 2. Dezember bei Tus 1860 ansteht. „Das ist für den Spielrhythmus ungünstig“, so Breitenstein. Zumindest steht am 17. November noch ein HVSA-Pokalspiel gegen den HC Burgenland an.

Salzland: Kayevic, Ellermann, Grenzer - Fiedler (1), Nahrendorf (1), Brunne (7), Konitzer, Spiegel, Kriebel (3), Hähnel (4), Teumner (3), Voigt (2)

Siebenmeter: Salzland 3/3 - Oebisfelde 3/2 Zeitstrafen: Salzland 3 - Oebisfelde 2