Staßfurt l Die Pleite gegen Calbe (27:30) war genug. Nein, ein zweites Mal wollte der HCS 06 in einem Derby nun wirklich nicht das Nachsehen haben. „Das hat man gespürt“, sagte Trainer Stefan Rähm. „Wir waren zu 100 Prozent motiviert.“ Lediglich beim 0:1 und 1:2 lagen die Gastgeberinnen in Rückstand, dann fasste die 6-0-Deckung wie gewohnt zu. Das Team ließ in der Folge aus dem Rückraum nur einen Treffer zu. „Unser Auftritt war nach den Anfangsminuten zu jedem Zeitpunkt souverän.“

Bernburg musste sich im Angriff also etwas einfallen lassen. Da die Mitte sehr gut zugestellt war, ging es nur über außen. Schwere Würfe für den Gegner bedeuten leichtere Arbeit für den Torhüter. Und so dominierte Salzland den Auftritt bis zur Halbzeitpause, gestattete lediglich zehn Treffer und ging mit einem Neun-Tore-Vorsprung in die Kabine.

Die erste Sechs wird geschont

Nach dem Wiederanpfiff knüpften die Gastgeberinnen an die gute Vorstellung an, enteilten zum 20:10, 23:11 und 27:12. „Das war dann schon eine echte Hausnummer“, freute sich Rähm. Er nutzt die Gelegenheit, durchzuwechseln und die erste Sechs zu schonen. Wenngleich der Vorsprung noch schmolz, so brachte das Team die Partie souverän zuende.

Nun geht die Konzentration bereits in Richtung kommendes Wochenende. Am Sonntag tritt der HCS 06 ab 16.30 Uhr in der Paul-Merkewitz-Halle im Viertelfinale des HVSA-Pokals gegen den Ligakonkurrenten FSV Magdeburg an. Mit diesem haben die „Wildgänse“ noch eine Rechnung offen, da sie beim jüngsten Aufeinandertreffen in der Liga mit 27:29 unterlagen. „Für uns ist in diesem Spiel alles drin. Wir möchten aber sehr gerne weiterkommen und werden alles dafür tun“, betonte der Coach, der auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung der Zuschauer hofft. Schließlich gibt es auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Kristin Schüler wechselte vom HCS nach Magdeburg, auch Anne Pätzold und Kristin Musche waren einst für die „Wildgänse“ aktiv. Eine schwere Aufgabe, aber ein zweites Mal möchte der HC Salzland 06 bestimmt nicht das Nachsehen gegen den FSV haben.

HC Salzland 06: Braune, Ellermann – Zeidler (1), Bartsch (6), Rähm (1), Schrader (1), Kregelin, Förster (1), Brunne (4), Sachse (6), Kriebel (1), Jacobi (4), Göpel (5), Block (1)

Siebenmeter: Salzland 5/4 – Bernburg 5/3; Zeitstrafen: Salzland 6 – Bernburg 3