Staßfurt l Nur noch vier Spiele stehen in der aktuellen Saison der Mitteldeutschen Oberliga an. Vor dem wichtigen Heimspiel des HV Rot-Weiss Staßfurt gegen den HC Burgenland (2.) wird es daher einmal mehr Zeit, einen Blick auf die Tabelle zu werfen. Aktuell stehen die Rot-Weissen auf dem zwölften Platz. Und das ist ein Abstiegsrang. „Formell bleibt es dabei, dass ab Platz zwölf alle Teams absteigen“, sagte Ralf Seidler vom Mitteldeutschen Handballverband.

Auch wenn mittlerweile feststeht, dass TuS Radis für die nächste Saison nicht mehr meldet, ändert das nichts an der Situation. Die Absteiger aus der dritten Liga (SCM II und LVB Leipzig sind abstiegsbedroht) und die möglichen Aufsteiger aus den Landesverbänden (aus Sachsen-Anhalt meldete keiner, aus Sachsen und Thüringen dafür insgesamt fünf Vereine) spielen bei der neuen Zusammensetzung der Liga eine Rolle.

Und so gilt es für den HV Rot-Weiss Stassfurt gegen den Tabellenzweiten umso mehr, die zwei Punkte einzufahren. „Die Mannschaft weiß, worum es geht“, sagte Schliwa. „Wir müssen gewinnen. Etwas anderes steht nicht zur Debatte.“ Und der RWS-Präsident weiß, dass die zwei Punkte gegen den HCB möglich sind. Vor allem, weil sich die Staßfurter in den vergangenen zwei Wochen gut vorbereiten, aber auch gleichzeitig etwas verschnaufen konnten. „Über Ostern hatten die Spieler frei, damit sie mal abschalten konnten und ausgeruht in die letzten vier Spiele gehen können“ so Schliwa.

Vor allem bei einem Blick auf den kommenden Gegner war das sicher nötig, denn Burgenland spielt „einen sehr dynamischen Handball“ und hat laut dem RWS-Präsidenten mit Kenny Dober „einen der besten Mittelmänner der Liga“. Dober erzielte in bislang 20 Spielen 166 Treffer und kommt damit auf eine beachtliche Quote von 8,3 Treffern pro Spiel. Bereiten sich die Gastgeber darauf gesondert vor? Trainer Uwe Werkmeister verneint: „Die komplette Mannschaft hat eine hohe Qualität. Wir müssen mit einer bärenstarken Abwehr dagegenhalten.“ Dabei lässt sich vor allem auf die Leistung aus den letzten beiden siegreichen Heimspielen aufbauen.

Diese kleine Serie soll ausgebaut werden. Werkmeister: „Wir müssen aggresiv spielen, uns in das Spiel hineinknien und mit der entsprechenden Körpersprache zeigen, dass wir die zwei Punkte wollen.“ Und mit diesen zwei Punkten winkt der Sprung auf Platz elf. Der Rang, der am Saisonende definitiv für den Klassenerhalt reichen würde, ohne Spekulationen und Rechenspielchen.