Westeregeln l Das wenig kreative Wortspiel passt ziemlich genau auf die Gemütslage des Trainers von Handball-Verbandsligist SV Wacker Westeregeln. Dessen Team gelang am vergangenen Spieltag der erste Saisonsieg. Jetzt wartet beim SV Eintracht Gommern jedoch die nächste schwere Aufgabe. Ab 17 Uhr müssen die Westeregelner in der Sporthalle am „Europagymnasium“ Farbe bekennen. Und am liebsten möchte Wacker gleich die nächsten Punkte nachlegen.

Doch leicht wird das natürlich nicht. Der Tabellenletzte reist als Außenseiter ins Jerichower Land. Eintracht Gommern ist seit drei Spielen ungeschlagen und dürfte mit breiter Brust auflaufen.

Selbstbewusstsein haben aber auch die Männer aus Westeregeln getankt. „Es war natürlich schon eine große Erleichterung da“, sagte Trainer René Loewe nach dem 35:28-Erfolg in der Vorwoche gegen den Post SV Magdeburg. Doch der Coach freute sich nicht nur über den ersten Sieg in dieser Saison, sondern vor allem darüber, wie dieser zustande kam. „Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen“, war der Übungsleiter stolz.

Starke Abwehrleistung

Vor allem die starke Abwehr legte im Zusammenspiel mit dem gut aufgelegten Torhüter Andreas Howahl den Grundstein für den Erfolg. „Post musste sich jedes einzelne Tor hart erarbeiten“, stellte der Loewe fest. Im Wacker-Lager ist nun natürlich die Hoffnung groß, dass man auch den Gommeranern das Leben schwer machen kann. Die Zuversicht ist beim Loewe-Team zurückgekehrt. „So ein Erfolgserlebnis tut natürlich gut. Man geht ganz anders motiviert zum Training“, merkt Loewe an. Euphorisch wird man in Westeregeln aber keineswegs. Dazu gibt es auch noch keinen Grund. Das Team steht immer noch ganz unten in der Tabelle. Mit einem Auswärtssieg würde sich dies ändern, denn die Konkurrenz aus Klein Oschersleben und Staßfurt trifft im direkten Duell aufeinander. „Wir wollen hoffen, dass der Sieg gegen Post nicht nur ein Strohfeuer war“, sagt Loewe.

Neuen Mut hat der Erfolg dem Team ganz sicher eingehaucht. Das kann in Gommern nur nützlich sein.