Magdeburg/Staßfurt l Gespielt wird am späten Sonntag.Nachmittag. „Die Partie gegen die Magdeburger im Oktober ging letztlich so klar zu unseren Gunsten aus, weil die Gäste nicht in Bestbesetzung angetreten sind und zudem früh in der zweiten Hälfte eine Rote Karte kassiert haben“, erinnert sich Retting. Dennoch hält er die Landeshauptstädter für eine „gute Mannschaft“, die er und seine Spieler nicht unterschätzen wollen.

Speziell auf den kommenden Gegner vorbereitet haben sich die Bodestädter nicht. „Das machen wir nie. Wir wollen uns nicht dem Gegner anpassen, sondern unser eigenes Spiel aufziehen, mit hohem Tempo und starker Offensive“, gibt der Übungsleiter die Richtung vor. Betrachtet man die aktuelle Tabellensituation, ist das genau die richtige Marschroute. Mit 513 Treffern ist der HV Rot-Weiss die mit Abstand offensivstärkste Mannschaft der Liga und steht nicht ohne Grund an der Spitze des Klassements. In der Eike-von-Repgow-Sporthalle treffen die Staßfurter nun auf eines der defensiv anfälligsten Teams der Liga. 511 Gegentore kassierten die Magdeburger bereits in ihren 16 Partien.

Gegner nicht unterschätzen

Dennoch will Retting den Gegner nicht unterschätzen und zollt ihm Respekt. „In der Mannschaft steckt viel Potential. Sie hat zuletzt in Halberstadt gewonnen und gegen Kühnau nur knapp verloren. Mein Co-Trainer, Sebastian Scholz, und ich sind uns darüber im Klaren, dass die Partie kein Selbstläufer wird“, weiß der Staßfurter Coach um die Schwere der kommenden Aufgabe. „Der HSV ist in dieser Saison eine Wundertüte. Man weiß immer erst mit dem Anpfiff, wie die Magdeburger am Spieltag auftreten.“ Erstmals in der Rückrunde steht auch ein Fragezeichen hinter der Vollständigkeit des Kaders. „Lieven Rach konnte in der vergangenen Woche nicht trainieren. Zudem sind ein, zwei Spieler noch fraglich“, so Retting. Wer letztlich die Reise in die Landeshauptstadt mit antreten wird, entscheidet sich erst im Abschlusstraining.

Neu ist für die Rot-Weissen auch, dass sie erstmals nicht vorlegen können, im Kampf um die Tabellenspitze der Sachsen-Anhalt-Liga. Wittenberg-Piesteritz spielt bereits am Sonnabend gegen die zweite Vertretung des USV Halle. „Der Anpfiff am Sonntag um 17 Uhr ist für uns ungewohnt, aber wir müssen das Beste daraus machen“, zeigt sich Retting optimistisch.

Im Kampf um den Aufstieg ist Staßfurt ohnehin zum Siegen verdammt. Gerade gegen die vermeintlich kleinen und leichten Gegner.