Staßfurt l Die Partie begann mit einem Schmunzler. Denn fälschlicherweise verkündete Hallensprecher Horst Görke nach dem 1:0 für die Staßfurter Florian Spath als Torschützen. Dem Versprecher folgten ungläubige Blicke auf der Platte und ein Raunen im Publikum. So merkte auch Görke schnell, dass er sich vertan hatte und korrigierte schnell seine Durchsage. Torschütze war natürlich Marian Spath. Ein Name, der dem Ansager nachfolgend leicht über die Lippen gehen musste, denn Spath schwang sich mit sieben Treffern zum besten Staßfurter Torschützen der Partie auf.

Übrigens: Während in der Halle noch über den Versprecher gefeixt wurde, legte die Rot-Weiss-Reserve los wie die Feuerwehr. Mit 3:0 führten die Hallenherren nach nicht einmal zwei Spielminuten. Die Bernburger waren aber natürlich nicht gewillt, sich überrollen zu lassen und schlugen zurück. So war zehn Minuten später wieder alles offen – 6:6. In dieser Phase vergaben die Staßfurter in Angriff zu viele Chancen leichtfertig. Doch mit dem Rückhalt des starken Patrick Tuchen im Tor gelang es der Sieben von Trainer Mario Kutzer, sich anschließend bis zur Halbzeit wieder deutlich abzusetzen. Beim Stand von 14:9 wurden die Seiten gewechselt. Den letzten Treffer vor der Pause erzielte übrigens Tim Steffen per Siebenmeter. Neben Lieven Rach und Florian Lück war Steffen einer von drei Spielern der ersten Mannschaft, die diesmal im Reserveteam aushalfen.

„Es ist schön, dass das diesmal geklappt hat. Unser Kader ist ja nicht so groß und wir hatten mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Die drei können sich aufgrund ihres Alters ja noch nicht fest spielen, deshalb freue ich mich, dass sie zur Verfügung standen“, schickte Mario Kutzer auch ein Lob in Richtung erste Mannschaft.

In Halbzeit zwei spielten die Staßfurter ihren Stiefel dann souverän herunter und kamen am Ende zu einem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg. Es war der 13. Saisonerfolg der Rot-Weissen, die damit die Tabelle weiterhin mit drei Punkten Vorsprung vor dem HC Burgenland II anführen. Die Punktedifferenz zu Rang drei beträgt indes bereits sechs Zähler. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine noch schlechtere Wurfquote als vor der Pause, haben uns komischerweise aber trotzdem weiter abgesetzt. Ganz zufrieden bin ich mit der Leistung nicht, aber der Sieg war eigentlich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr“, resümierte Staßfurts Trainer Mario Kutzer nach dem Spiel.

Den Coach beschäftigt unterdessen schon die nächste Aufgabe: „Da gehts nach Erdeborn, eine schwierige Halle, in der wir noch nie gewonnen haben. Das wird sehr schwer für uns“, so Kutzer.