Westeregeln l Gegen die Magdeburger kam Westeregeln schlecht ins Spiel. Das lag auch daran, dass mit Janosch Reek und Jan Thiele zwei Spieler fehlten, die für den Spielaufbau wichtig sind. So spielte Luca Elsner im zentralen Mittelaufbau und musste sich, wie seine Mitspieler, an diese neue Position erst einmal gewöhnen. Auch in der Abwehr zeigten sich die Gastgeber nicht so gefestigt, wie sie es sich selbst vorgenommen hatten. So führte der Tabellenletzte nach drei Minuten mit 3:1.

Trainer Tobias Myrrhe bemängelte in dieser Phase vor allem die schwache Beinarbeit seiner Mannschaft in Abwehr und Angriff, wie er am Ende berichtete. Mit zunehmender Spielzeit kam Wacker jedoch immer besser in Tritt. In der zwölften Spielminute war es dann soweit. Der mit insgesamt 18 Treffern überragende Luca Elsner brachte sein Team mit dem 8:7 erstmals in Führung. Und Wacker legte gleich nach. Florian Stingl und erneut Elsner erhöhten auf 10:7 (14.). Doch noch gaben sich die Magdeburger nicht geschlagen und glichen erneut aus (11:11/17.). Erst gegen Ende der Halbzeit erspielte sich Wacker durch einen Doppelschlag von Elsner ein Mini-Polster von zwei Toren (17:15).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst spannend, denn die Gäste verkürzten den Rückstand auf ein Tor und hielten diesen konstant bis zum 20:19 in der 33. Spielminute. Dann endlich brachte eine kollektive Steigerung vor allem in der Abwehr die Entscheidung. In den folgenden sieben Spielminuten ließ Wacker keinen weiteren Gegentreffer zu und traf selbst fünfmal ins Tor des Gegners – 25:19. Der Widerstand der Magdeburger war damit gebrochen. Auch Trainer Myrrhe war mit der Leistungssteigerung seines Teams in Halbzeit zwei recht zufrieden. Mit dem Heimsieg übernahm Westeregeln auch die Tabellenführung.

Wacker: Alec Stolze, Marius Göbke - Toni Thiel, Felix Großheim (2), Matti Schönbein (4), Luca Elsner (18/1), Pascal Finkelmann, Moritz Specht (2), Patrice Eich, Florian Stingl (5), Elias Meyer, Paul Kupke, Jonatan Schmidt.

Siebenmeter: Wacker 1/1 - HSV 3/2

Zeitstrafen: Wacker 3, HSV 3