Westeregeln l Ein Konterpass wurde nicht gefangen. Zwei technische Fehler am Kreis. Ein Abpraller landete beim Gegner. Und mir nichts, dir nichts lag der SV Wacker Westeregeln im Verbandsliga-Heimspiel gegen die HSG Osterburg mit 1:5 hinten (6.). „Ich habe dann eine Auszeit genommen, aber die hat zunächst auch keine Wirkung gezeigt“, merkte der Wacker-Trainer René Loewe an. Der Rückstand wuchs auf 1:7 (8.). Das Spiel war im Prinzip schon sehr früh entschieden. Denn der neue Spitzenreiter ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und siegte am Ende 27:20 (16:9).

„Wir haben lange gebraucht, um Torchancen zu kreieren“, bemängelte der Coach. Nach zehn Minuten fand der Gastgeber dann etwas besser in die Partie, ohne allerdings große Gefahr auszustrahlen. „Uns hat die Wurfkraft aus dem Rückraum gefehlt“, merkte Loewe an, der auf Jimmy Klockmann, seinen besten Werfer, verzichten musste. So häuften sich Pfostentreffer und nicht gut ausgespielte Angriffe aus dem Positionsangriff. Was den Osterburgern natürlich immer wieder Räume für Konter bot. „Sie waren gnadenlos effektiv, vor allem Christoph Borzucki.“ Der Außenspieler, bis zum Sommer noch für den Sachsen-Anhalt-Ligisten TSG Calbe aktiv, kam auf insgesamt neun Treffer.

Wacker zu harmlos

Weil Wacker im Abschluss hingegen viel zu harmlos war, stand bereits zur Pause ein Sieben-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel. Doch für Wacker war das kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Im zweiten Durchgang steigerten sich die Gastgeber vor allem defensiv und gestalteten das Spiel beim 11:11 ausgeglichen. Auch offensiv gab es laut Loewe eine Steigerung: „Wir haben den Ball besser laufen lassen und die Abwehr mehr in Bewegung gebracht, um zu Durchbrüchen zu kommen oder die Außen freizuspielen.“ Doch der Coach hielt auch fest: „Die Osterburger haben dann auch das Ergebnis verwaltetet.“

Insgesamt gab es am Sieg der HSG aber nichts zu rütteln. Was den Coach zwar ein bisschen ärgert, „wir haben uns schon mehr vorgenommen“, was er gleichermaßen aber auch einzuschätzen weiß: „Wenn es passiert mit einer Heimniederlage, dann gegen so einen Gegner.“

Die direkte Konkurrenz wartet erst in den kommenden Wochen. Auswärts gegen Klein Oschersleben (1.12.) und Irxleben (15.12.) sowie zuhause gegen Biederitz (7.12.), allesamt Teams, die im Tableau hinter dem SVW stehen, sollen Punkte her. „Das wird jetzt eine sehr wichtige Phase in der Saison“, merkte Loewe an.

Wacker: Tiefert, Howahl - Beinhoff (2), Eckert (3), Chrzan (1), Gorges (1), T. Fischer (2), Otto. Christoph (7), Gromadka, Pufahl, Jakobi (3), D. Fischer (1)

Siebenmeter: Wacker 7/6 - HSG 1/1 Zeitstrafen: Wacker 3 - HSG 7