Staßfurt l Etwas verdutzt schauten die Handballerinnen des Barleber HC aus der 1. Nordliga da schon, als sie aus den Umkleidekabinen kamen. „Gibt es denn hier keine Bänke?, konnte sich eine Spielerin die etwas spöttische Frage nicht verkneifen. „Nein, leider noch nicht“, konnten die Gastgeber nur entgegnen. Erst seit Anfang der Woche ist die neue Salzland-Sporthalle in Staßfurt-Nord geöffnet, am Mittwochabend empfing der HC Salzland 06 die Barleberinnen zu einem Testspiel.

Und dabei traten die Staßfurterinnen so auf, als hätten sie nie in einer anderen Halle gespielt. Das einseitige Spiel endete mit einem klaren 40:16 (19:6)-Sieg. Schon nach 18 Sekunden wurde der Torreigen eröffnet durch Stevie Mittwollen, die auf Linksaußen spielte. Generell hat Trainerin Sylvia Breitenstein viel rotiert und ihre Spielerinnen auch mal auf eher ungewohnten Positionen aufgeboten. „Die Rotation auf den Positionen wurde gut umgesetzt“, lobte sie im Nachgang. Auch Mareike Fiedler am Kreis kam gut rein und erzielte mit dem 4:0 bereits ihr zweites Tor (6.).

Die Spielzüge in der sehr souveränen Anfangsphase des HC Salzland waren teilweise einfach, aber auch sehr effektiv. So reichte ein langer Ball von Jo-Ann Brunne, um die gesamte Abwehr des Gegners auszuhebeln. Sie bediente Juliane Schuldes, die das 6:1 erzielte (8.). Auch im Positionsangriff waren die Staßfurterinnen geduldig und warteten auf die Lücke, eine solche nutzte Mittwollen nach zwölf Minuten zum 10:2. Den Gästen blieb in dieser Phase nicht viel mehr möglich, als die wenigen Tore euphorisch zu beklatschen.

Die Deckung des HCS stand sehr gut, Neuzugang Johanna Stein übernahm dabei die verbale Verantwortung. „Das Zusammenspiel in der Abwehr klappte ganz gut“, lobte die Trainerin. In 30 Minuten musste die junge Peggy Grenzer im Kasten nur sechs Mal hinter sich greifen.

Im zweiten Durchgang war die Defensive da schon etwas anfälliger, jedoch gelangen den Gastgebern dafür aber auch noch zwei Tore mehr in der Offensive. Die 40-Tore-Marke war erreicht. „Vom Ergebnis war ich zufrieden“, so Breitenstein. „Aber wir haben nicht alle klaren Möglichkeiten genutzt. Auch in der Abwehr gab es kurzzeitig einen Durchhänger, was aber dem Spielstand zuschulden war.“

Insgesamt konnte die Trainerin aber zufrieden sein. Im Vergleich zum 20. Salzland-Cup vom Wochenende zuvor war eine Steigerung zu erkennen. „Das Zusammenspiel war deutlich besser, auch die Kreuzbewegungen waren wieder zu sehen.“ Zudem integrieren sich die Rückkehrerinnen Schuldes und Fiedler immer besser in das Team. Salzland kann optimistisch auf die kommende Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga blicken. Bevor es am 1. September mit einem Auswärtsspiel beim HSV Magdeburg losgeht, steht am kommenden Montag um 19 Uhr noch ein Testspiel in der Sporthalle Bestehornpark in Aschersleben gegen Helmstedt/Büddenstedt an.