Staßfurt l  Im Saisonendspurt der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga wollen die Männer des HV Rot-Weiss Staßfurt bei der Vergabe des Aufstiegs weiter ein gehöriges Wort mitreden. Dazu soll heute Abend ab 18 Uhr in eigener Halle ein Sieg gegen den BSV 93 Magdeburg her. „Es ist definitiv ein richtungsweisendes Spiel“, macht Staßfurts Spielertrainer Sebastian Retting vor dem Duell des Tabellendritten gegen den Rangsechsten klar. Ein Blick auf die Ansetzungen der kommenden Wochen verrät, was Retting meint. Nach dem BSV-Spiel stehen für die Rot-Weissen in Schönebeck und beim USV Halle II Pflichtaufgaben an, ehe am letzten Spieltag das direkte Duell gegen Aufstiegskontrahent SG Spergau ansteht. Beide Teams haben als Meister oder Vizemeister die Chance, den Gang in die Mitteldeutsche Oberliga anzutreten. Das dritte Team, welches im Titelkampf mitmischt, hat diese Möglichkeit nicht mehr. Die TSG Calbe erklärte bereits ihren Verzicht.

Um weiter gut im Rennen zu bleiben, benötigen die Staßfurter also definitiv einen Sieg gegen den BSV. Doch das wird kein Spaziergang. Sebastian Retting hat großen Respekt vor den Landeshauptstädtern. Der BSV zeigte zuletzt beeindruckende Leistungen. In den vergangenen sieben Partien verloren die Magdeburger nur einmal und fegten zuletzt Schönebeck mit elf und davor Kühnau sogar mit 13 Toren Differenz von der Platte. „Das waren starke Ergebnisse, gegen teilweise sehr gute Mannschaften“, zieht Retting den Hut vor der aktuellen Leistungsstärke des heutigen Gegners.

Starker Rückraum

Besonders stark schätzt der Staßfurter Trainer den Rückraum der Elbestädter ein. „Mit John Bade, Falko Nowak und auch Janis Auerbach haben sie drei richtig starke Spieler in ihren Reihen“, weiß Retting genau, was auf seine Sieben zukommt.

Bei der „Mission Heimsieg“ wird es also besonders auf die Variabilität in der Staßfurter Deckung ankommen. „Im Hinspiel haben wir es mit einer 6:0-Deckung gut gemacht. Allerdings ist viel an Nils Hähnel abgeprallt“, erinnert sich Retting. Hähnel ist aber bekanntlich langzeitverletzt, so dass nun andere ran müssen.