Westeregeln l Nach dem 32:30-Führungstreffer (59.) von Mike Garbaczok hatte der ein oder andere Spieler des SV Wacker Westeregeln schon Erleichterung gespürt, zumindest innerlich. Es sah so aus, als könnte das Verbandsliga-Schlusslicht im Heimspiel gegen den HV Lok Stendal endlich den ersten Saisonsieg feiern.

Denn die Gastgeber wussten: Selbst nach dem erneuten Anschluss der Gäste, der 33 Sekunden vor Ultimo fiel, haben die Gastgeber wieder Ballbesitz. Coach René Loewe nahm nochmal eine Auszeit, stellte sein Team auf die letzten Aktionen ein. Doch ohne Erfolg: Die Gäste kamen doch noch zum Ausgleich. Und Loewe so zur Erkenntnis: „Am Ende ist das ein verlorener Punkt. Wir dürfen das nicht mehr hergeben.“

Nach zuvor fünf Pleiten am Stück war aber das Selbstvertrauen bei Wacker eben nicht gerade groß. Da flattern dann gerade in so einer heißen Schlussphase schon mal die Nerven. Aber auch dem Gegner, der mit einem kleinen Kader anreiste und sich durch zwei Rote Karten noch selbst dezimierte, musste Loewe Anerkennung aussprechen: „Die Stendaler haben gut dagegengehalten, sie hatten nichts zu verlieren und sind bis an die Schmerzgrenze gegangen.“

Doch moralisch konnte er auch seinem Team keinen Vorwurf machen: „Die Einstellung von der gesamten Mannschaft war gut, die Jungs haben geackert und gekämpft.“ Auch die 32 Tore stimmen den Trainer positiv. Jimmy Klockmann konnte sich aus seiner permanenten Manndeckung immer wieder lösen und markierte zehn Tore. Warum es trotz mehrfacher Führung dennoch nicht gereicht hat zum Sieg? Klar, die Gegentore. Denn die 32 an der Zahl sind Loewe immer noch zu viele.

Trotz des verlorenen Punktes hat Wacker aber nun auch endlich einen solchen auf der Habenseite. Und darauf lässt sich, kombiniert mit der guten Offensivleistung, für die kommenden Wochen aufbauen.

Wacker: Howahl, Tiefert - Garbaczok (6/2), Chrzan, Gorges (1), T. Fischer (4), Klockmann (10), Kuhle (4), Christoph (4/3), Gromadka, Pufahl (3), Jakobi, Zeidler

Siebenmeter: Wacker 5/8 - Lok 4/6 Zeitstrafen: Wacker 9 - Lok 9 Rot(3x2): Hepper (18.), Ryssmann (55.)