Magdeburg (kam/fna) l Den besseren Start erwischten die Gastgeber, sie legten mit einem 3:0-Lauf vor, ehe Wacker durch Steffen Laschke per Strafwurf einnetzte. Tino Fischer und Jimmy Klockmann legten nach, Markus Grau stellte in Überzahl nach knapp zehn Minuten den ersten Ausgleich her 5:5 (11.). Doch TuS blieb bestimmend, zog auf zwei Zähler davon, ehe Westeregelns Coach Matthias Zeidler die Auszeit nahm (9:7, 20.). „In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben uns von der harten Spielweise von TuS beeindrucken lassen.“ Doch seine Schützlinge gerieten zum 8:15 in den höchsten Rückstand (27.). Auch die Treffer von Florian Kuhle und Tino Fischer sorgten bis zur Pause für wenig Verbesserung.

Doch Wacker kam wie verwandelt aus der Kabine. In vier Minuten gelangen den Grün-Weißen durch Tino Fischer, Andy Rothe und Jimmy Klockmann fünf Tore, sodass TuS die Reißleine zog (16:15, 34.). Wacker blieb am Drücker, glich in der 36. Minute durch einen Konter von Mike Garbaczok aus (17:17). Danach gewann der Gastgeber durch teilweise dreifache und doppelte Überzahl die Oberhand und zog zum 21:17 (44.) davon. Westeregeln blieb hartnäckig. Rechtsaußen Christopher Gorges erzielte nach langer Verletzungspause seinen ersten Saisontreffer zum 22:19 (45.), während Teamkollege Andy Rothe nach drei Zeitstrafen das Feld verlassen musste.

Laschke trifft zum Anschluss

Nach einer Auszeit von Westeregeln traf auch Christian Jakobi zum 20:24, ehe Garbaczok den Strafwurf gegen Tischmeyer vergab, jedoch direkt per Konter wieder wett machte (21:24, 51.). Nun drehte Steffen Laschke auf, verwandelte zwei Strafwürfe und einen Versuch aus dem Feld und erzielte so den 24:25-Anschluss (55.).

Nun war wieder alles möglich. Westeregeln biss auf die Zähne, konnte jedoch lange nicht ausgleichen. Beim 26:28 und noch zwei Minuten auf der Uhr nahm Zeidler die zweite Auszeit. Dieses Mal erreichte er seine Männer. Garbaczok und Marcel Pufahl netzten ein und stellten den Ausgleich her (28:28, 59.). 15 Sekunden vor dem Ende stellte Garbaczok sogar Wackers erste Führung her (28:29). TuS zog die Auszeit und plante den letzten Spielzug, welcher durch Lewin gelang.

„Die zweite Halbzeit gelang super. Wir haben den Rückstand schnell aufgeholt. Leider hatten wir durch unnötige Zeitstrafen keine Chance, vorzulegen. Lobenswert war die kämpferische Einstellung, denn wir haben zweimal einen Sechs-Tore-Rückstand aufgeholt. Schade, dass es nicht gereicht hat. Jedoch kann man mit sechs verworfenen Strafwürfen und fünf gehaltenen Kontern auch kein Spiel gewinnen“, resümierte Zeidler, dem die äußeren Umstände sauer aufstießen: „Als erstes muss man wirklich festhalten, dass die Halle unzumutbar war. Abgesehen von Zustand und Sauberkeit, kann es nicht sein, dass man bei unter zehn Grad in einer Halle spielen muss, das war eine Frechheit. Die Schiedsrichter hatten nicht ihren besten Tag, was begründet war, da beide gleichzeitig noch Protokollführer und Zeitnehmer waren.“

TuS Magdeburg-Neustadt: Donhof, Tischmeyer – Finke, Käselitz (4), Kirsten (8), Magalowski (4), Richter, Lewin (7/2), Krause (2), Schmelzer (4), Weder, Marek, Ebel

Wacker Westeregeln: Howahl, Beck – Laschke (4/3), Rothe (1), Liebscher, Grau (2), T. Fischer (5/1), Kuhle (2), Klockmann (6), Pufahl (1), Gorges (1), D. Fischer, Jakobi (2), Garbaczok (5)

Siebenmeter: TuS 2/2 – Wacker 9/4, Zeitstrafen: TuS 5 – Wacker 7, Rot: Andy Rothe (3x2 Minuten, 46.) -Westeregeln-