Westeregeln l Die optimale Lösung ist es sicher nicht, aber es ist immerhin eine Lösung. „Einen neuen ,klassischen‘ Trainer können wir bisher nicht verkünden“, erklärt Danny Wengel, Abteilungsleiter der Westeregelner Handballer, um dann anzufügen: „Unser Spieler Marcel Pufahl wird das Amt vorerst übernehmen. Er ist mein erster Ansprechpartner, wenn es um die Belange der Männermannschaft geht.“

Die Suche nach einem neuen starken Mann an der Seitenlinie gestaltete sich auch auf Grund der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die bald beginnende Spielzeit schwierig, wie Wengel erklärt. „Aktuell hat die Umsetzung der Vorgaben durch den Deutschen Handballbund und den Landesverband Vorrang.“

Egal ob mit oder ohne Zuschauer gespielt werden kann, zahlreiche Voraussetzungen müssen erfüllt werden. Desinfektionsmittel muss bereitstehen, Pläne erstellt werden, wie und in welcher Reihenfolge die Halle betreten und verlassen werden kann. Sollten bei den ersten Punktspielen Zuschauer erlaubt sein, müssen zudem die Plätze entsprechend eingeteilt werden. „Das stellt uns auch personell vor schwierige Aufgaben“, gibt Wengel zu. In der kommenden Woche kann Westeregeln erstmals testen, wie gut sich die Vorgaben in der heimischen Halle umsetzen lassen. In einem B-Jugend-Turnier treffen fünf Mannschaften aufeinander. „Ich werde auch selbst pfeifen, um alles im Auge zu behalten“, so der Abteilungsleiter.

Ungeachtet dieser organisatorischen Hürden ist auch die sportliche Vorbereitung in Westeregeln wieder angelaufen. Sobald die Erlaubnis von den Behörden erteilt war, kehrten die Wacker-Spieler in die Halle zurück. Natürlich unter Einhaltung der anfänglichen Beschränkungen, dennoch war allen die Erleichterung anzusehen, der liebsten Freizeitbeschäftigung wieder nachgehen zu können.

Die Mannschaft ist dabei zum Großteil unverändert geblieben. „Aus unserer ehemaligen A-Jugend sind ein paar Spieler zur Männermannschaft gestoßen, andere können noch ein Jahr B-Jugend spielen“, so Wengel, der wohl auch auf Grund der vielen jungen Spieler tiefstapelt, was das Saisonziel angeht. „Natürlich wollen wir besser abschneiden als beim Abbruch der vergangenen Saison, als uns ein wenig die Luft ausgegangen ist. Je früher man dafür die nötigen Punkte holt, desto entspannter wird am Ende die zweite Saisonhälfte.“ Primäres Ziel bleibe aber, die jungen Spieler gut zu integrieren. „Erfahrung mit hochklassigen Gegnern haben sie ja schon in der vergangenen Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga der A-Jugend gesammelt“, ist Wengel überzeugt von der Qualität der internen „Neuzugänge“.

Testen will die Wacker-Sieben ihr Können in den kommenden Wochen auch in Testspielen, vorerst jedoch nur auswärts. Die eine oder andere Einladung anderer Vereine kam in der Egelner Mulde bereits an.