Staßfurt l Mario Kutzer, Trainer von Handball-Verbandsligist HV Rot-Weiss Staßfurt II, ist die Vorfreude anzumerken. Der Coach fiebert den Finalspielen gegen Sachsen-Anhalt-Ligist TuS Radis entgegen. Im Hinspiel heute Nachmittag ab 15.30 Uhr hat Kutzers Team Heimrecht. Und hofft natürlich auf viele Unterstützer auf den Rängen.

Und den Fans der Rot-Weissen soll es gut gehen. Deshalb wurde natürlich „ein bisschen was organisiert“, so Kutzer. „Unsere Fans müssen nur den Eintritt bezahlen und es gibt Gegrilltes und Getränke dazu. Auch ein Fass Freibier haben wir besorgt“, berichtet Kutzer. Weitere Aktionen im Rahmenprogramm des Final-Hinspiels sind zudem nicht ausgeschlossen.

Aus sportlicher Sicht ist Kutzer indes gespannt, wie seine Mannschaft auftreten wird. Denn neben allen Sternstunden, für die Kutzers Kader im Verlauf der HVSA-Pokal-Kampagne gesorgt hat, gab es im Ligabetrieb immer wieder herbe Enttäuschungen. So auch in den letzten Wochen, denn die letzten drei Punktspiele der Serie gingen allesamt verloren. Teilweise sogar mit heftigen Klatschen.

Eine Wundertüte

„Ich werde mich ein Stück weit überraschen lassen“, blickt der Trainer in die imaginäre Wundertüte, die sein Team immer wieder darstellt. Der Übungsleiter hofft aber natürlich auf eine weitere Überraschung. Immerhin eliminierte seine Sieben im laufenden Wettbewerb bereits drei Sachsen-Anhalt-Liga-Teams. Darunter auch die eigene erste Mannschaft, die im Viertelfinale bezwungen wurde. Mit Blick auf diese Spiele sagt Kutzer: „Man sieht ja, was möglich ist. Wo Radis in der Tabelle steht und wo unsere Erste. Und die haben wir geschlagen...“, lässt der Coach das Ende dieses Quervergleichs bewusst offen.

Keine Frage, die Staßfurter sehen sich als klarer Außenseiter. Als eine „technisch sehr gute Mannschaft“, sieht Kutzer das Team aus Radis. Hat auch mit Sebastian Retting, dem Trainer der ersten Staßfurter Mannschaft, Erfahrungen zum Gegner ausgetauscht. „Wir werden in der Deckung miteinander arbeiten müssen. Insgesamt werden wir es nur über den Willen schaffen“, weiß Kutzer, dass eine weitere Überraschung sehr schwer zu realisieren ist. Und selbst wenn Staßfurt II erneut einen höherklassigen Gegner besiegt, gibt es immer noch das Rückspiel. „Es ist schon blöd, dass man im Prinzip zweimal gewinnen muss um den Titel zu holen“, scherzt der Coach.

Der hat für das Hinspiel heute aber eigentlich nur einen Wunsch: „Ich hoffe, dass wir nochmal zeigen können, was wir wirklich auf der Kirsche haben.“