Staßfurt l Jeden Mittwoch fand sich Matthias Kaschel in der Halle ein. Auf dem Programm stand eine Sonderschicht mit seiner Partnerin. „Wir haben im vergangenen Jahr intensiver trainiert als sonst“, berichtet Kaschel, der Vereinsvorsitzende des SV Lok Staßfurt, der auch in der ersten Mannschaft spielt. „Wir saßen vor der Saison zusammen und haben besprochen, woran jeder einzelne Spieler noch arbeiten kann.“

Sei es Kraft, Ausdauer oder Schnelligkeit – die Lok-Spieler haben in mehreren Bereichen einen Schritt nach vorn gemacht. „Man merkt das Extra-Training. Wir können überlegter spielen und die Abläufe klappen besser“, freut sich Kaschel. Das intensivere Training brachte dem SV Lok in der aktuellen Landesliga-Saison einen souveränen ersten Platz ein, war jedoch langfristig auf ein besonderes Event ausgelegt. Auf die Aufstiegsrunde zur Oberliga-Saison 2019/20.

Und die findet am Wochenende in Sachsen-Anhalt statt. Genauer gesagt in der Salzland-Sporthalle in Staßfurt. „Mit ein bisschen Anstrengung haben wir dieses Turnier hergeholt“, freut sich Kaschel. Wie das möglich war? Wir haben uns als erstes Team dafür qualifiziert und dann genug Werbung für uns gemacht. Mit der neuen Halle haben wir natürlich die idealen Voraussetzungen“, so der Vorsitzende.

Das intensive Training zielt nun also auf die Spiele an diesem Wochenende ab. In der Nordgruppe sind dabei acht Teams aus sechs Landesverbänden dabei. Da Bremen zurückzog, stellen Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils zwei Teams. In zwei Qualifikationsgruppen werden zunächst vier Mannschaften „eliminiert“, die beiden Besten der Gruppe spielen dann am zweiten Turniertag über Kreuz das Halbfinale aus. Vergeben werden am Ende insgesamt drei Aufstiegsplätze für die Oberliga.

Im Vorfeld gibt es dafür natürlich schon einige Anwärter. Der große Favorit ist die SG EBT Berlin. „Die Berliner werden sich den ersten Platz höchstwahrscheinlich nicht nehmen lassen“, sagt Kaschel. Hinzu kommen „Wundertüten“ wie Neumünster, bei denen es darauf ankommt, wer spielen wird. Doch fest steht bereits: Der SV Lok Staßfurt wird alles dafür geben, am Ende auch unter den ersten drei Teams zu landen. „Wir können es schaffen, sind aber eher Außenseiter“, sagt Kaschel, der eine Oberliga-Teilnahme sogar als „kleine Sensation“ bezeichnen würde. „Es wird schwer, doch wir müssen kämpfen.“ Und dafür hofft die Lok beim Heimturnier auf zahlreiche Unterstützung.