Staßfurt (kto/tzs) l Es begann Mitte März mit der Absage verschiedener Veranstaltungen und zieht sich bis heute durch die sportliche Landschaft Deutschlands und der ganzen Welt. Die Einschränkungen, welche die Corona-Krise mit sich gebracht hat, waren und sind immer noch vielseitig. Besonders schwer davon betroffen sind die Sportler, die ihrer Leidenschaft in geschlossenen Räumen nachgehen, wobei viele zuerst an die Handballsportler denken.

Die Corona-Pandemie stellt jedoch darüber hinaus auch viele andere Aktive vor große Herausforderungen, so beispielsweise die Karateka der Sport- und Karateschule Staßfurt. Nachdem zunächst die Schließung und Einstellung aller sportlichen Aktivitäten den Trainings- und Wettkampf- alltag zum Erliegen brachte, ist auch die neuerliche Öffnung der Trainingsstätte gemäß der 6. Eindämmungsverordnung kein leichtes Unterfangen.

Gestaffeltes Training

Ein Hygienekonzept und Verhaltensregeln für das Nutzen der Räumlichkeiten mussten erstellt werden. „Ein besonderer Dank geht dabei an das Gesundheitsamt, welches den Vorstand in allen Belangen umfangreich unterstützt hat“, berichtet Michel Olschewski, Vereinsvorsitzender der Sport- und Karateschule. In der vergangenen Woche startete nun das Training des Vereins, allerdings unter Beachtung der behördlichen Auflagen und des ausgearbeiteten Konzeptes.

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„Mit dem Kumite-Training im Karate, wird es noch etwas dauern. Aber alle anderen Bereiche des Vereins sind angelaufen“, berichtet Olschewski. Das heißt im Einzelnen, es wird in kleineren Gruppen als üblich trainiert. Nur Vereinsmitglieder nehmen aktuell an den Einheiten teil. Ein Probetraining ist nicht möglich. Beim Betreten der Sportstätte müssen die Kontaktdaten täglich in entsprechende Listen eingetragen werden.

Um die weiterhin gültigen, behördlichen Beschränkungen zu beachten, hat man bei den Bodestädtern zudem die Trainingszeiten verändert. Jeder Wochentag ist für bestimmte Sportarten reserviert. Karate nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und macht am Montag den Auftakt, zusammen mit Step Aerobic und Yoga. Auch an allen anderen Wochentagen finden Trainingseinheiten der verschiedenen Altersklassen der Karateka statt.

Doch auch die weiteren Angebote der Sport- und Karateschule stehen für die Vereinsmitglieder wieder zur Verfügung. Am Dienstag trifft sich die Bauch-Beine-Po-Trainingsgruppe, am Mittwoch findet das Langhantel- und Schlingentraining sowie Indoorcycling statt. Seniorensport, Zumba, CardioFit, eine weitere Einheit Bauch-Beine-Po-Training sowie Selbstverteidigung stehen am Donnerstag auf dem Terminplan. Der Freitag gehört schließlich dem Kindersport.

„Abstand halten und Kontaktlosigkeit sind dabei erstes Gebot. Neben der Maßgabe, zwei Meter Abstand zu anderen Athleten oder Trainern zu halten, müssen Hygienemaßnahmen konsequent eingehalten werden“, mahnt Olschewski zur Vernunft bei den ersten Trainingseinheiten.

Im Karate wird dabei zunächst nur die Grundschule und Kata trainiert, das heißt der Kampf gegen den imaginären Gegner. Zudem Selbstverteidigung in Theorie und Rollenspielen mit Abstand. Der Kindersport wird eine Herausforderung für Eltern und Trainer. „Dank der verschiedenen Hallen in der Vereinsstätte können wir die größeren Gruppen hier auf drei Hallen aufteilen“, zeigt sich Olschewski erleichtert. „Wir bitten jedoch um Verständnis dafür, dass die Eltern die Trainingsstätte nicht selbst betreten dürfen. Umkleiden und Duschen sind noch für Kinder gesperrt, weshalb die Nachwuchssportler in Sportbekleidung zum Training gebracht werden sollen. Es sind die gekennzeichneten Ein- und Ausgänge zu nutzen“, heißt es weiter im Hygienekonzept der SKS Staßfurt. Der Vorstand steht zudem in Kontakt mit den kommunalen Behörden, bezüglich Art und Umfang der geforderten Auflagen. Um diese wird es auch am Freitag, 3. Juli, ab 19.30 Uhr gehen. Für diesen Tag laden die Staßfurter zur Mitgliederversammlung in der Vereinsstätte (Atzendorfer Straße 21) ein.