Staßfurt l  Über 100 Mitglieder der Sport- und Karateschule Staßfurt absolvierten die Prüfung zum nächst höheren Kyu-Grad. Im Karate gibt es, wie bei den meisten asiatischen Kampfsportarten, verschiedenfarbige Gürtel. Die Gürtelfarben sollen den Kyu-Grad und somit den Leistungsstand des jeweiligen Karateka widerspiegeln.

Das in Deutschland gebräuchliche Graduierungssystem unterscheidet neun Schülergrade (9. bis 1. Kyu, farbige Gürtel). Die Anfänger beginnen mit dem weißen Gürtel, dieser entspricht dem 9. Kyu-Grad. Die erste Prüfung eines jeden Karateschülers ist die zum gelben Gürtel (8. Kyu-Grad), dem folgt die Prüfung zum orangen Gürtel (7. Kyu-Grad). Hiermit ist dann die Unterstufe abgeschlossen. Mit der Prüfung zum grünen Gürtel (6. Kyu-Grad) beginnt die Mittelstufe bis zum 4. Kyu. Danach kommen die Prüfungen zur Oberstufe (3.-1. Kyu). Darauf folgen 10 Meistergrade (1. Dan bis 10. Dan, schwarzer Gürtel).

Diese einzelnen Stufen geben dem Schüler eine Orientierung darüber, wo er steht. Er und sein Lehrer wissen, was aktuell zum Lernen anliegt und wie es weiter gehen soll. Die meisten Staßfurter Kinder legten ihre Prüfung bis zum grünen Gürtel beim Heimtrainer Michel Olschewski (5. Dan) ab. Zwischenprüfungen sind ebenfalls möglich. Die Ergebnisse hier zeigen sich dann in den mehrfarbigen Gürteln.

Zum Abschluss der Jugendlichen und Erwachsenen war zur Prüfung Helge Weiselowski (6. Dan), der Prüferreferent des Karateverbandes Sachsen-Anhalt (KVSA), eingeladen. Unter seinen wachsamen Augen bestanden alle höher graduierten Prüflinge erfolgreich ihre nächste Gürtelprüfung. Nun heißt es für alle Staßfurter Karateka weiter regelmäßig das Training zu besuchen und an den Dingen zu arbeiten, die bei der letzten Prüfung und im Training als Defizite aufgezeigt wurden.

Bei der Vorbereitung zur nächsten Gürtelprüfung sollen sich die Karateschüler Stück für Stück verbessern. „Wer seine Prüfung bestanden hat, kann stolz auf die gezeigte Leistung sein. Auch wenn es noch Mängel gab, haben doch alle gezeigt, dass sie ihr Niveau erreicht haben und sich seit der vorangegangenen Prüfung erfolgreich weiterentwickelt haben“, so Michel Olschewski.