Erfurt/Staßfurt (kto/duh) l Am vergangenen Wochenende trafen sich die besten Karate-Talente Deutschlands in der Erfurter Leichtathletikhalle zu den Deutschen Meisterschaften der Schüler, Jugend, Junioren und U 21. Ausrichter war das Team des USV Erfurt, das bisher 14 erfolgreiche Events des Deutschen Karateverbandes (DKV) in der Thüringer Landeshauptstadt organisiert hatte.

Insgesamt 850 Karateka aus 231 Vereinen gingen während der beiden Wettkampftage an den Start. Damit war es zahlenmäßig die größte Deutsche Meisterschaft seit Jahren. Alle 16 Landesverbände des DKV waren vertreten. Die Wettkämpfe werden in den Disziplinen Kata (Formenlauf) und Kumite (freier Kampf) in den Altersklassen Schüler (U 14), Jugend (U 16), Junioren (U 18) und U 21 ausgetragen. Es gab hochklassige Wettkämpfe in toller Atmosphäre. Die Zuschauerränge waren mit Besuchern aus dem gesamten Bundesgebiet gut gefüllt. Die Meisterschaften in Erfurt boten eine optimale Möglichkeit, sich für das Nationalteam zu empfehlen, denn der DKV-Bundestrainer Efthimios Karamitsos, Thomas Nitschmann und Klaus Bitsch waren ebenfalls vor Ort.

Am Samstag um 8.45 Uhr gingen die Wettkämpfe auf acht Kampfflächen los, die Finalbegegnungen starteten um 18.30 Uhr. Unter den Startern waren auch Lara Albrecht, Jule Tomischka, Luisa Brett, Toni Asmussen, Marek Bartels, Tom Bothe, Michel Buchholz, Tim Graefe und Felix Rademacher von der Sport- und Karateschule Staßfurt. Luisa Brett ging am Samstag in der U 21 Kumite -55 kg Kategorie auf die Matten. Sie kämpfte sich bis ins Halbfinale vor – unterlag und hatte somit die Möglichkeit sich über die Trostrundenkämpfe den dritten Platz zu sichern. Hier passte es und Luisa Brett freute sich über die Bronzemedaille.

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Tim Graefe erreichte einen guten fünften Platz im Kumite Junioren -55 kg. Tom Bothe war ebenfalls am Sonnabend in der U 21 dran. Jedoch steckte ihm seine Verletzung des letzten Wettkampfes noch in den Knochen. Die Vorbereitungen mussten krankheitsbedingt ruhen, Tom war nicht auf seinem Leistungshoch, wie es eigentlich sein sollte. Daher gab es für ihn an diesem Wochenende keinen Medaillenerfolg.

Bronze für Luisa Brett

Am Sonntag begannen die Vorrunden wieder um 8.45 Uhr und wurden mit den Endrunden um 15 Uhr abgeschlossen. Für Lara Albrecht war es die erste DM und dafür hat sie sehr gut gekämpft. Die Anweisungen von Luisa Brett, die Lara während ihrer Kämpfe coachte, hat sie super umgesetzt. Die 17-jährige Jule Tomischka startete das erste Mal bei einer DM in der U 21 Kata Kategorie. Sie verlor gegen die spätere deutsche Meisterin und schaffte es dadurch bis in die Trostrundenkämpfe um Platz drei. Jule überzeugte die Kampfrichter dabei nicht und hofft in den kommenden Jahren in dieser Altersklasse doch noch eine Medaille zu ergattern.

Den Höhepunkt am Sonntag lieferte Toni Asmussen. Souverän kämpfte er sich in seiner Kategorie Jugend Kumite -57 kg bis in das Finale vor. Zum zweiten Mal stand Toni innerhalb eines halben Jahres für Sachsen-Anhalt im Finale einer deutschen Meisterschaft. Diesmal in der nächst höheren Altersklasse. Wieder hat es nicht ganz zum Sieg gereicht. Toni belegte auch in diesem Jahr einen hervorragenden zweiten Platz. Zufrieden war er dennoch nicht mit sich. „Wenn man schon einmal den Titel Vizemeister hatte, will man den DM-Titel unbedingt haben“, so Toni nach dem Wettkampf in Erfurt.

Jonas Kerber vom Karate Do Verein Zanshin Magdeburg wiederholte seinen Erfolg vom vergangenen Jahr in der Kategorie U 21 Kumite Herren +84 kg und holte zum zweiten Mal die Goldmedaille für Sachsen-Anhalt. Im Medaillenspiegel der Landesverbände schaffte es Sachsen-Anhalt mit einer Gold-, einer Silber und zwei Bronzemedaillen sowie drei mal Platz fünf auf den zehnten Rang.