Löderburger See (awi/duh) l Ein kurzer Spaß musste nach Wochen voller Stress erlaubt sein. Steffen Schöler, der mit den Triathleten der Gaensefurther Sportbewegung seit Monaten dieses Großevent im Salzlandkreis plant und organisiert, hatte vor dem Start des 4. Salzlandsparkassen-Triathlons ein Problem. Beim großen Gewusel am Löderburger See hörten die Triathleten ihn nicht.

So ließ er einen kurzen Schuss aus der Startpistole los. Auch das hörten noch nicht alle Teilnehmer. Auch der Wind trug dazu bei. Das Wetter mit über 30 Grad war schon gar keine Überraschung mehr. Erst als dann ein kleiner Junge fragte, ob er auch mal schießen darf, brach Gelächter aus. Und damit hatte Schöler seine Aufmerksamkeit. Er gab letzte Instruktionen und schickte schließlich die insgesamt 167 Triathleten in drei Wettkämpfen erfolgreich auf den Weg.

Viel Helfer unterstützen

Doch nicht nur der Einsatz des großen GSB-Teams machte dieses Event möglich. Der unbezahlbare Einsatz der Feuerwehr Löderburg, Atzendorf und Unseburg, des THW und der Polizei sichert diese Veranstaltung jedes Jahr ab. Das Team vom Tourismuszentrum Löderburger See, der Marineclub Löderburg und die Wasserskianlage unterstützten den Ablauf direkt am Veranstaltungsort. Hitze und Sport ohne Getränke geht nicht. Der Getränkehersteller Duponia sorgte für das kühle Nass.

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Seit vier Jahren ist der Hauptsponsor die Salzland-sparkasse. Ohne diese finanzielle Unterstützung ist so eine Großveranstaltung nicht zu stemmen. Helmut Ibsch aus dem Vorstand der Salzland-sparkasse ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, vor Ort zu sein und als Radfahrer wieder beim Teamwettkampf teilzunehmen. Mehr Nähe geht nicht. So war die erfreulichste Botschaft des Tages, dass es 2020 die fünfte Auflage geben wird. Aber auch in diesem Jahr gab es wieder einige sportliche Erfolge.

Triathlon heißt Spaß am Ausdauer- und Multisport sowie an der Bewegung im Freien. Dass das gesund ist, merken immer mehr junge Sportler und vor allem Junggebliebene. So konnte das Gaensefurther Triathlon-Team erfreulicherweise einen großen Zuwachs bei diesem Wettkampf verzeichnen. Viele, auch aus dem Salzlandkreis, starteten zum ersten Mal.

Verschiedene Schwimmstile

So war es natürlich kein Wunder, dass das Feld beim Schwimmen weit auseinander gezogen war. Die versierten Triathleten oder Schwimmspezialisten übernahmen beim Kraulen leicht die Spitze, die Brustschwimmer, ungefähr die Hälfte der Sprinter, folgten. Auch ein Rückenschwimmer wurde gesichtet.

Alle hatten zwar recht warmes Wasser, aber dafür gab es durch den böigen Wind doch einige Wellen. Hier die Richtung zu halten, fiel schon schwerer als im Schwimmbad. Nach dem Verlassen des Wassers standen überall Helfer bereit, um die Richtung vorzugeben und anzufeuern. Nach 500 Metern Schwimmen, 21 Kilometer Rad und fünf Kilometern Laufen kamen alle Sportler erfolgreich ins Ziel. Der Schnellste war Alexander Burghardt (M 30) von den Trimagos Magdeburg in 1:01:32 Stunde. Auch die Läufer der Gaensefurther Sportbewegung gingen hier an den Start. Der Schnellste von ihnen war Rinaldo Schiele (M 30). Er kam nach 1:14:06 Stunde ins Ziel.

Viele Triathleten aus ganz Sachsen-Anhalt, die in der Landesliga um die Plätze kämpfen, gingen über die 1,5 Kilometer Distanz wenige Minuten nach den Volkssportlern in das 26 Grad warme Wasser des Löderburger Sees. Hier wurde überwiegend gekrault, das Feld blieb recht eng zusammen und langsamere Schwimmer aus der ersten Welle wurden sogar noch vor der ersten Boje überholt. Der Radwechsel klappte wie am Schnürchen, dann ging es auf die auf 30 Kilometer gekürzte Radstrecke.

Das war aufgrund der heißen Wetterbedingungen sicher keine falsche Entscheidung, wenn auch die Radspezialisten gern mehr profitiert hätten. Dafür hieß es dann die letzten Körner auf den zwei Laufrunden von zusammen zehn Kilometern Richtung Athensleben zu geben. Während es recht große Abstände bei den Damen auf der Laufstrecke gab, lieferten sich die Herren zum Schluss einen Dreikampf um die Podestplätze.

Trotz der vielen Getränkestände wurde vom Körper durch die Hitze alles gefordert und wer sich das Rennen gut einteilen konnte, kam erfolgreich ins Ziel. Nur insgesamt zwei Sportler mussten vorzeitig aufgeben. Marie Alert (W 25) und Sören Weniger (M 30), beide vom Uni Sportclub Magdeburg, gewannen dieses Hauptrennen. Alert finishte nicht zum ersten Mal erfolgreich am Löderburger See, für Weniger war es der erste Sieg im Salzlandkreis. Beide lobten die gute Organisation und freuten sich schon auf ein nächstes Mal 2020.

Neun Staffeln fanden sich in diesem Jahr über die Sprintdistanz zusammen. Das ist ein gutes Ergebnis. Schon traditionell war in diesem Jahr wieder ein Team des Hauptsponsors der Salzlandsparkasse dabei. Das Team „Saspa“ schaffte mit Platz drei den Sprung auf das Podest und musste nur den Teams „Das Trio“ mit GSB-Läufer Stefan Otto (Platz eins) und der Familie Eisfeld (Platz zwei) den Vortritt lassen.