Staßfurt (awi/duh) l Es war laut. Es war eng. Und es war einfach nur heiß. Der Löderburger See hatte sich am vergangenen Sonnabend zu einem Magnet für Badegäste entwickelt. Bei Temperaturen von über 30 Grad und strahlend blauem Himmel kein Wunder. Doch zu den zahlreichen Gästen gesellten sich dann gegen 14 Uhr auch noch 132 Triathleten an den See. Es bedurfte schon an organisatorischem Geschick, um beide Parteien unter einen Hut zu bekommen. Aber die Veranstalter haben es geschafft. Und somit war der 3. Salzlandsparkassen-Triathlon der Gaensefurther Sportbewegung erneut ein voller Erfolg.

Die Athleten konnten über die Sprint-und Volkssportdistanz (500 Meter Schwimen, 21 Kilometer Rad und fünf Kilometer Laufen) oder auch über die Olympische Distanz (1500 Meter Schwimmen, 39 Kilometer Rad und zehn Kilometer Laufen) an den Start gehen. Zusätzlich wurden die Landesmeister Sachsen-Anhalts über die zuletzt genannte Strecke gesucht. Wem der komplette Wettkampf zu viel war, konnte beide Distanzen auch im Team absolvieren.

Trotz der besonderen Witterungslage ließen sich nur wenige vom Start abhalten. Es gab sogar noch Nachmeldungen. Ein großes Aufgebot an Helfern sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Die Schwimmstrecke sicherten wie immer die Helfer von der Marinekameradschaft um Sportfreund Werner ab, denn der Schwimmkurs wurde mit großen gelben Bojen im Löderburger See markiert, unter den Augen vieler hilfsbereiter Camper und Badegäste liefen die Sportler zum Wechselgarten, um die Radkilometer in Angriff zu nehmen.

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Die durch die extemen Wetterbedingungen schon sehr beanspruchten Feuerwehr- und THW-Leute aus Unseburg, Staßfurt, Löderburg und Atzendorf sicherten auch diesmal wieder die Radstrecke ab. „Läuft ja ohnehin nichts im Fernsehen“, sagte nur einer von ihnen. Ein Feuerwehrteam aus Löderburg ließ es sich nicht nehmen und ging sogar erfolgreich als Staffel an den Start.

Heftiger Regenguss

Nach dem ein oder mehrmals zu absolvierenden Kurs zwischen Neustaßfurt und Unseburg galt es, ein letztes Mal zu wechseln und in die Laufschuhe zu steigen. Der heiße Wind setzte den Sportlern ordentlich zu und die Flüssigkeitszufuhr war ein nicht zu verachtendes Element, um den Wettkampf erfolgreich zu beenden. Die Laufstrecke vom Löderburger See nach Athensleben und retour forderte die letzten Kraftreserven. Drei Sportler stiegen aber nur aus dem Wettkampf aus. Die Wasserstände, die alle 2,5 Kilometer zu finden waren, sorgten zusätzlich für die Versorgung der Athleten. Aber noch mehr Wasser wäre natürlich willkommen gewesen. Und es kam Wasser in Form eines heftigen Regengusses. So konnten die Sportler, die über die lange Distanz unterwegs waren, unerwartet etwas erfrischter in die letzte Laufrunde gehen.

Das Organisationsteam der Abteilung Triathlon rund um Steffen Schöler ließ sich auch von diesen Wetterunbilden nicht aus der Ruhe bringen, alle sorgten für einen reibungslosen Wettkampf. Schließlich kann man nicht nur überall an Triathlonwettbewerben teilnehmen, man muss auch selbst die Verantwortung übernehmen. Gegen 17.30 Uhr, nach dreieinhalb Stunden Wettkampf, wurde auch die letzte Sportlerin mit großem Beifall von allen Anwesenden empfangen und ihr Respekt gezollt. Da gab es sogar einen Gänsehautmoment. Mit Pokalen, Medaillen und viel Beifall wurden abschließend alle Athleten geehrt. Landesmeister Sachsen-Anhalts dürfen sich Tino Friedrich aus Merseburg mit 2:18 Stunden sowie Marie Elisabeth Alert aus Magdeburg mit 2:36 Stunden nennen.

Doch die Gaensefurther haben den Triathlon natürlich nicht alleine gewuppt, sondern hatten mit Helfern der Laufgruppe, Abteilung Tennis, dem Löderburger See Team, den Frauen vom Heimatverein und dem DRK zahlreiche weirere Unterstützer.

Nach einem guten Zwölf-Stunden Tag waren fast alle Spuren des Wettkampfes wieder beräumt. Die Triathleten gingen geschafft, aber zufrieden nach Hause, denn es gab im Laufe des ganzen Tages schon viele anerkennende Worte.