Staßfurt l Zwei Pleiten an einem Wochenende? Da ist so mancher Trainer berechtigterweise schon mal ein bisschen grummelig, mag kaum über das Geschehene sprechen. Bei Jana Rogau, Betreuerin der Oberliga-Volleyballerinnen des VC 97 Staßfurt und Frohnatur, wie sie im Buche steht, war das anders. Trotz des 0:3 (-16, -23, -16) gegen die WSG Reform Magdeburg und des 1:3 (-24, 18, -20, -19) gegen den USC Magdeburg war Rogau „sehr zufrieden mit den Spielen.“ Natürlich gab es auch einen kleinen Kritikpunkt: „Die Annahme klappte überhaupt nicht. Sonst gibt es aber nichts Negatives zu sagen.“

Klar, die Staßfurterinnen wussten um die Schwere der Aufgabe, hatten sie doch die beiden Spitzenteams der Liga zu Gast. Direkt im ersten Spiel mussten die 97er dann gegen den Spitzenreiter, die WSG Reform, ran. Nachdem der erste Satz klar mit 25:16 an die Hauptstädterinnen ging, war der zweite eine echte Zitterpartie. Sehr knapp mit 23:25 mussten sich die Gastgeber aber doch geschlagen geben. „Das war sehr ärgerlich. Aber es ist auch völlig legitim. Die WSG ist nicht umsonst komplett ungeschlagen“, sagte Rogau. Und so haben sich die Staßfurterinnen teuer verkauft, auch wenn der letzte Satz wieder deutlicher mit 25:16 an den Spitzenreiter aus Magdeburg ging.

Es war ein sehr schweres Spiel, in dem wir viel Kraft gelassen haben“, beschrieb Rogau. Und genau diese fehlte dann im zweiten Match. Denn da ging es nach einer knappen 24:26-Niederlage im ersten Satz und dem ersten und einzigen Satzgewinn der 97er anschließend (25:18) sehr eng zu. In den folgenden beiden Spielen war aber auf Seiten der Magdeburgerinnen mehr Frische vorhanden. Es ging knapp aber erneut mit dem besseren Ende für die Magdeburgerinnen zu

Die Betreuerin konnte dennoch ein sehr positives Fazit ziehen. Denn in Staßfurt geht es in dieser Saison nicht mehr um Punkte. Der vierte Rang ist vor dem Abschlussspieltag am 17. März in Magdeburg so gut wie sicher, nach oben und unten ist der Abstand groß. Es geht in diesen Wochen um Leistung. Und Weiterentwicklung. Und beides passte am vergangenen Sonntag. Denn zum engagierten Auftritt des VC 97 trugen auch viele Jugendspielerinnen wie Laura Schambier oder Melissa Moye bei.

Die Ergebnisse stimmen bei den Staßfurterinnen zwar aktuell nicht, aber das müssen sie auch nicht. Denn die Entwicklung ist dennoch positiv. Einen vorläufigen Saisonhöhepunkt gibt es für den VC 97 dann am kommenden Wochenende, wenn der Staßfurter Verein im Finale des VSSA-Pokals auf den Drittligisten SV Braunsbedra trifft. Natürlich wird es in diesem Match noch schwieriger als gegen die Topteams der Landesoberliga, doch unmöglich ist es der Sieg für die 97er sicher nicht.