Die zweite Mannschaft der SG Post Stendal hat am Montagabend den Kreismeistertitel geholt. Anders als in den Jahren zuvor fiel die Entscheidung über Platz eins erst am letzten Spieltag.

Stendal l Schon nach dem ersten Spiel des Abends hatten die Stendaler Post-Volleyballer allen Grund zum Jubeln. Der verlustsatzfreie Sieg gegen TuS Bismark reichte Post zur Titelverteidigung. Das anschließende Spiel gegen den Tabellenzweiten, die SG Klietz/Havelberg, wurde nicht zum Finalspiel und hatte am Ende nur noch statistischen Wert. Zwar gewannen die SG-Volleyballer die Partie und schlossen nach Punkten zu Post auf, aber das bessere Satzverhältnis entscheidet zu Gunsten der Stendaler.

Am Ende entscheidet das Satzverhältnis

Als Sieger der Herzen fühlen sich die Volleyballer von der anderen Seite der Elbe dennoch. Sie haben schließlich Post, das seit Jahren ein Abo auf Pokalsiege und Kreismeistertitel zu haben scheint, dreimal in dieser Spielzeit geschlagen. Und wären nicht zwei Partien am ersten Spieltag gegen sie gewertet worden, weil sie ihr Startgeld nicht gezahlt hatten, dann hieße der Meister in diesem Jahr wohl nicht Post.

Die dritte Mannschaft, die sich in dieser Spielzeit Hoffnungen auf den Titel machte, war der Tangermünder LV. Die Elbestädter lagen bis zum Ende der Halbserie gut im Titelrennen, ließen dann aber nach.

Am Abschlussspieltag griffen sie nicht mehr in das Geschehen ein, sie hatten bereits alle Partien absolviert. Überraschungen gab es am Montagabend keine.

Für die Kreisoberliga-Volleyballer ging am Montag die längste Punktspielsaison seit Bestehen der Liga zu Ende. Da für die Staffel nur sieben Teams gemeldet hatten, wäre es nach herkömmlichen Modus zu nur sechs Doppelspieltagen gekommen. Durch den dann eingeführten Modus mit drei Spielen Jeder gegen Jeden zogen sich die Spiele so bis Ende April hin.

Drei Spiele Jeder gegen Jeden sorgen für lange Saison

Wie der Modus in der kommenden Saison aussehen wird, ist noch völlig offen. Das hängt wieder ganz von der Anzahl der meldenden Mannschaften ab, und die ist stetig rückläufig.

Einen Aufsteiger aus der Kreisoberliga in die Landesklasse wird es nicht geben, einen Absteiger aber auch nicht. Ob aus der Kreisliga ein Team nach oben kommt, ist fraglich. In der Kreisliga gibt es mit der Staffelstärke ebenfalls Probleme.

Staffelleiter der Kreisoberliga, Falk Sichert, hofft, dass alle Teams wieder melden. Jedoch bahnt sich ein erneuter Abgang schon an. Die Volleyballer aus Havelberg haben für die Punktspiele in Stendal am Montagabend eine enorme Anfahrt. Eine Teilnahme am Spielbetrieb in Kyritz in einer brandenburgischen Liga ist für sie deutlich einfacher.

Bis zum 30. April sollen die Mannschaftsmeldungen bei den Staffelleitern vorliegen. Erst dann wird eine Entscheidung fallen, ob es vielleicht zu einer Zusammenlegung von Kreis- und Kreisoberliga kommt.