Der Höhepunkt des Verbandsliga-Punktspiels zwischen Lok Stendal und dem TSV Völpke fand in der Halbzeitpause der Begegnung statt. Es war ein Wiedersehen mit insgesamt fünf ehemaligen Auswahlspielern der früheren BSG Lokomotive Stendal.

Stendal l Dirk Schultz, der den Treffpunkt initiiert hatte, stellte Kurt Liebrecht, Wilfried Klingbiel, Peter Güssau, Hans Küchler und Dietrich Goethe den fast 300 Zuschauern (exakt: 292) vor. Wie vermutet, waren nicht wenige Besucher aus der Generation der Auswahlspieler extra zu diesem Wiedersehen gekommen.

Dass die von Schulz initiierte Ehrung bei den Anhängern des Lok-Fußballs sehr gut ankam, spürte man nicht nur anhand des großen Beifalls für jeden der alten Kämpen.

Doch auch den Ausgezeichneten selbst war anzumerken, dass sie nicht wenig stolz über die Anerkennung nach Jahrzehnten waren.

Der nunmehr in Brandenburg lebende, ehemalige DDR-A-Nationalspieler Wilfried Klingbiel äußerte: "Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut, war ja nun seit einigen Jahrzehnten nicht mehr hier. Das Stadion finde ich schön, kein Vergleich zu dem unserer aktiven Zeit. Die aktuelle Mannschaft spielt gut, sie muss nur endlich mal ein Tor machen."

Das sagte er, es stand noch 0:0, kurz vor dem Beginn der zweiten Halbzeit. Fünf Minuten später traf Vincent Kühn per Kopf und Marius Weihrauch legte in der Schlussminute zum 2:0 nach. Für Lok-Trainer Sven Körner war natürlich wichtig, dass die Mannschaft einen Dreier gelandet hat. Ihm war schon klar, dass sie sich gegen die Völpker schwer getan hat: "Besonders in der ersten Hälfte von Halbzeit eins war die Leistung nicht gut. Der Gegner hat das Spiel eng gemacht. Doch wir haben unsere Pflicht schließlich erfüllt." Der 1. FC Lok steht nunmehr bei zwölf Punkten, ist um einen Rang auf den achten Tabellenplatz nach oben geklettert.

Das nächste Punktspiel steht bereits am Freitag ab 19 Uhr unter Flutlicht in Bernburg an. Der Gastgeber ist zum Kreis der Meisterschaftskandidaten zu rechnen und wird sein Heimspiel gegen die Altmärker unbedingt gewinnen wollen. Gerade bei solchen Teams aber fühlt sich Lok recht wohl. Die derzeitige interne Torschützenliste sieht wie folgt aus:

Juninho3

Niclas Buschke2

Benedikt Nellessen2

Vincent Kühn2

Franz Erdmann2

Steven Schubert1

Philipp Groß1

Marius Weihrauch1