Halberstadt l  Beim starken Tabellenzweiten Germania Halberstadt II gelang der Grempler-Elf ein 3:2-Auswärtssieg. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – im Fall des Auswärtsspiels von TuS Bismark passt die alte Weisheit mal. Bereits um 10.30 Uhr wurde auf dem Kunstrasenplatz am Halberstädter Friedensstadion angepfiffen. Eineinhalb Stunden Anfahrt plus Zeit zum Umziehen und Warmmachen, da mussten die Bismarker früh raus, wie zu Landesliga-Zeiten in der A-Jugend.

Die Gastgeber hatten das Spiel so früh angesetzt, weil Germanias Erste am Nachmittag ein Heimspiel hatte.

Zum Spiel: Die Gastgeber schlugen von Beginn an die technisch feine Klinge, die man von ihnen gewohnt ist. Über weite Strecken kamen die TuS-Kicker nicht in das Spiel. Das lag auch an den beiden schnellen Gegentoren. In der siebenten und 16. Minuten schlugen die Germanen zu und hatten in der Folge reichlich Chancen, die sie aber liegen ließen. Das sollte sich rächen. Bereits vor der Pause schlugen die Bismarker eiskalt zu. Carlo Rämke bekam den Ball schön durchgesteckt und netzte zum immens wichtigen Anschlusstreffer ein. Unmittelbar danach ging es in die Kabine.

In der Pause stellte Trainer Dirk Grempler seine Mannschaft taktisch um. TuS war jetzt nicht mehr ganz so anfällig. Trotzdem hatten die Halberstädter ihre Chancen. In dieser Phase hatten die Bismarker einfach Glück, dass Germania nicht den dritten Treffer machte. Eine Viertelstunde vor Schluss tauchte TuS dann wieder vor dem Tor der Platzherren auf. Nach einer Chance nutzte Carlo Rämke den Abpraller und schoss zum zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich ein (74.).

Rämke hat kurz darauf sogar die Führung auf dem Fuß. Mutterseelenallein taucht er vor dem Germania-Tor auf, sein Lupfer war aber ein wenig zu hoch angesetzt. Das hätte es doch sein müssen! Oder wäre es des Guten dann doch zu viel gewesen? TuS hatte jetzt Blut geleckt und sich die Germania zurecht gelegt.

Nur wenig später bekam TuS in aussichtsreicher Position einen Freistoß. Den knallte Rämke an das Lattenkreuz. Daniel Grützmacher schaltete am schnellsten und köpfte zum Siegtreffer ein.

Dann hieß es noch ein wenig zittern, denn Bismarks Keeper Gust musste noch einige Möglichkeiten der Gastgeber entschärfen, aber wenig später war Schluss.

 

Germania Halberstadt II: Guderitz - Kanter (57. Kreß), Rode, Rose, Krumnow, Beil, Fraus, Probst, Wersig (77. Krämer), Schunke, Einsiedel.

TuS Schwarz-Weiß Bismark: Gust - Köhn, Mayer (83. Voigt), Neumann, Rämke, Metzger, Grabau, Burkhardt, Knoblich, Grützmacher, Leutz.

Torfoge: 1:0 Beil (7.), 2:0 Einsiedel (16.), 2:1 Rämke (45.), 2:2 Rämke (74.), 2:3 Grützmacher (81.).