Am ersten Fußball-Verbandsligaspieltag der laufenden Saison, am 21. August 2010, gewann der 1. FC Lok Stendal mit 4:0 gegen Sangerhausen. Danach gab es - sehr zum Leidwesen der Zuschauer - zu Hause nicht mehr viel zu holen. Das hat sich am Sonnabend geändert.

Stendal l Im Heimspiel gegen Edelweiß Arnstedt hat es allerdings erneut vier Treffer für die Altmärker gegeben. Der Unterschied ist jedoch, dass beide Gegner unterschiedlicher nicht sein können. Während Sangerhausen nicht nur als Stadt der Rosen bekannt ist, hatten viele Sportfreunde mit Arnstedt Probleme. Wo liegt denn Arnstedt?

Zur topografischen Klärung: Arnstedt ist ein Ortsteil der Stadt Arnstein im Landkreis Mansfeld-Südharz. Der etwa 550 Einwohner zählende Ort lieg rund neun Kilometer südlich von Aschersleben.

Trotz der Kleinheit besitzt der Ort eine durchaus erfolgreiche Fußballmannschaft, die in der vergangenen Saison in die Verbandsliga aufstieg, sogleich Neunter des Klassements wurde, vier Plätze vor den Stendalern. Auch heute haben die Arnstedter als Rang-Siebter bereits 23 Punkte auf ihrem Konto.

So war es auch nicht verwunderlich, dass die Edelweißelf bereits nach vier Minuten der Begegnung mit 1:0 in Führung ging, später fast postwendend die Anschlusstreffer nach Stendals 3:1- und 4:2-Führungen markierte und das Ergebnis bis zur letzten Spielminute offenhielt. Letztendlich entwickelte sich nach gut 20 Minuten ein rassiges Spiel, mit vielen Torraumszenen, an dem beide Mannschaften Anteil hatten. Sehr zur Freude der einheimischen Fans; so unter anderem der Osterburger Hartmut Bradler: "Wir sind ja in diesem Jahr nicht verwöhnt worden mit Heimsiegen. Aber nach dem schnellen Rückstand hat sich Stendal heute kämpferisch, technisch und taktisch gesteigert, so dass der Erfolg verdient ist."

Auch Sportfreund Wolter, der seiner Mannschaft vom Kreveser SV, die zum gleichen Zeitpunkt bei Blau-Gelb Goldbeck anzutreten hatte, diesmal nicht Unterstützung gab, sondern Lok, merkte an: "Dieser Sieg ist eine runde Sache."

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