Osterburg (wse) l Auf dem vierten Tabellenplatz hat sich der ostaltmärkische Aufsteiger in die Handball-Verbandsliga Nord, die Männermannschaft der HSG Osterburg, kurz vor dem Jahreswechsel etabliert.

Wer die Szenerie etwas kennt, der weiß, dass das eine ungewöhnliche Platzierung für einen Neuling ist. Denn die Verbandsliga ist ein sehr ausgeglichenes Feld mit durchaus sehr kompakt spielenden Mannschaften. Und in diese starke Liga ist das Team aus dem Biesestädtchen nicht nur eben so eingedrungen, sondern hat mit geradezu glänzenden Leistungen auch für Nachdenklichkeit bei der Konkurrenz gesorgt. "Muss ich mir angesichts dieser Resultate Sorgen machen, dass mir dieser Neuling auf die Pelle rückt?", dürfte es in den Köpfen so mancher Vereinsverantwortlicher herumgegeistert haben.

Die Anwort lautet eindeutig: Ja, denn die Osterburg stellen eben auch so ein kompakt auftretendes Team dar, dass zudem in punkto Schnelligkeit (vielleicht bis auf Rot-Weiß Staßfurt II) keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Dass diese Mannschaft Potenzial hat, hat sie schon in etwa drei Jahren zuvor in der 1. Nordliga gezeigt, als sie allen Verletzungen zum Trotz, und die gab es zuweilen richtig gehäuft, stets vorn mitspielte.

Im Frühjahr 2010 wurde sie für dieses nimmermüde Anrennen und für die qualitative Weiterentwicklung belohnt, ist aufgestiegen. Die Folge: Mehr denn je fiebert die Osterburger Sportszene mit ihren Jungs mit, ist sehr stolz.

Wie wirkt sie, die Osterburger Spielweise? Zum Beispiel in Form von oftmals glänzenden Torhüterleistungen, wobei zumeist Mario Schrödter im HSG-Kasten stand. Er wird allerdings richtig gut unterstützt vom "Mister Temperament" im Osterburger Team, Frank Götzky.

Einen der größten Leistungssprünge im Team hat sicherlich Mittekreisakteur Paul Papendiek gemacht, der sich diese Position mit Matthias Weber teilt.

Übrigens brauchen die Osterburger auch einen Vergleich mit einer Person namens Grafenhorst nicht scheuen. Ihr Philipp Kiebach hat mit bislang 82 Torerfolgen genau so viele Treffer erzielt wie Christian Grafenhorst (Wacker Westeregeln), der Bruder von SCM-Bundesligaprofi Yves.

In den beiden im Januar 2012 noch anstehenden Punktspielen der Hinrunde haben es die Osterburger mit absoluten Spitzenteams der Verbandsliga zu tun. Am 7. Januar empfangen sie den Tabellendritten Post Magdeburg in der heimischen Sekundarschulhalle, eine Woche später geht es zum Tabellenführer Eintracht Gommern. Mal sehen, wie sich die HSG gegen diese eisenharte Konkurrenz schlägt.

Einen möglichen Vorteil besitzen die Biesestädter nun allerdings nicht mehr. Die beiden Gegner wissen genau Bescheid, dass ihnen da ein Handball-Schwergewicht gegenübersteht.