Die Frauen des Tangermünder LV haben vor knapp zwei Wochen ihren ersten Saisonsieg verbucht. Mit den jetzt zwei Punkten auf dem Konto geht es in die kurze Pause über den Jahreswechsel.

Tangermünde l Der Sieg gegen den Magdeburger LV bedeutete auch den Sprung vom letzten Tabellenplatz auf Rang acht. Hatten die Frauen aus der Elbestadt am zweiten Spieltag noch mit 0:3 Sätzen gegen den MLV verloren, so zeigten sie sich kürzlich von einer ganz anderen Seite.

Die Spielfreude ist zurück an der Elbe. Genau das, was das Team in der vergangenen Saison so stark gemacht hatte - und der Glaube an den Sieg. Den hatten die Tangermünderinnen scheinbar verloren. Mit riesen Kampfgeist hatte sich der TLV zum Abschluss der vergangenen Saison den vakanten Aufstiegsplatz im Relegationsspiel erkämpft. Doch die Euphorie ging über die Sommerpause etwas verloren.

Mit Stefanie Anhelm meldete sich die Zuspielerin für ein halbes Jahr ab. Zwar konnten die Tangermünderinnen Neuzugänge vermelden. Aber auf der Zuspielposition fanden sie keinen adäquaten Ersatz.

Erst kurz vor dem Saisonstart, aus verschiedenen Gründen, begannen die TLV-Frauen mit dem Training. So richtig zusammen fanden sie sich eigentlich erst mit dem ersten Spieltag. Dazu kam ständiges Fehlen von Spielerinnen durch Krankheit, Arbeit oder anderen Gründen. Da stellte sich die Mannschaft ein ums andere Mal von selbst auf.

In den ersten fünf Partien zahlte der TLV ordentlich Lehrgeld. Erst im sechsten Spiel gegen Blankenburg war man im Tiebreak dem Sieg nah. Aber das letzte Quäntchen zum Erfolg fehlte noch. Ungefähr zu dieser Zeit waren sich die Frauen des TLV im Klaren, dass es so nicht weitergeht. Vor allem Ditta Sidorf, die bisher als Spielertrainerin doppelte Verantwortung trug, sah Handlungsbedarf.

Mit Tino Rosenow fanden die Tangermünderinnen einen altgedienten Volleyballer, der sich beim Stendaler VV schon als Nachwuchstrainer verdient gemacht hatte. Er macht sich mit dem TLV an die Aufgabe Klassenerhalt. "Wir wollen auf jeden Fall noch einen Platz besser werden. Das wäre dann der siebente Platz und auch der Klassenerhalt", gibt er die Richtung klar vor.

Für dieses Unterfangen steht ihm ab sofort auch Stefanie Anhelm wieder zur Verfügung. Die von ihm bemängelte Abschlussschwäche seiner Mannschaft kann mit zuverlässigem und variablem Zuspiel vielleicht schnell behoben werden.

Viel Zeit haben die Tangermünderinnen nicht. Bereits in der ersten Januarwoche soll das Training starten. Am 15 . Januar empfangen sie mit Staßfurt und dem CV Mitteldeutschland zwei Teams, die Rosenow auf Augenhöhe sieht. Wenn möglich, muss da bereits ein kleiner Befreiungsschlag gelingen, um die Klasse zu halten.