Stendal l In einem Nachholspiel der Fußball-Oberliga hat der 1. FC Lok Stendal am gestrigen Sonntag im Hölzchen gegen den Greifswalder FC deutlich 0:4 (0:2) verloren.

Nach knapp 70 Tagen Winterpause rollte das runde Leder wieder in einem Pflichtspiel auf dem Hauptplatz im Hölzchen. Auf dem Plan stand die Nachholpartie des 9. Spieltages.

Greifswald dominiert das Spielgeschehen

Mit der Mannschaft von Trainer Roland Kroos war ein Spitzen-Team der Oberliga zu Gast. Das war auch in den 90 Minuten zu sehen. Greifswald beherrschte die Partie nach Belieben und hätte in Stendal noch weitaus höher gewinnen können.

Die ersten Überraschungen gab es bereits bei der Lok-Aufstellung. Steffen Westphal (Trainer Jörn Schulz; „Das hat er sich verdient“) stand für Bryan Giebichenstein im Tor. Und auch Martin Krüger war nach Trainingsrückstand nicht in der Startelf.

„Ein absolut verdienter Sieg für Greifswald“

Jörn Schulz, Trainer Stendal

Gäste belohnen sich vor der Pause

Die Akzente setzten von Beginn an die Gäste. Nach einigen Chancen war es Robin Krolikowski, der im Nachsetzen erfolgreich war – 0:1 (27.). Danach gab es kein großes Aufbäumen bei Lok. „Mehr Risiko, das Spiel schneller machen“, forderte Kroos an der Außenlinie. Gesagt, getan. Die Gäste erhöhten den Druck und erspielten viele Chancen. Nach einer Ecke war es Peterson Appiah, von Lok nie zu halten, der freistehend einnetzte (0:2, 35.). Damit war der Kuchen bei frühlingshaften Temperaturen zeitig von den Gästen vernascht.

Nach dem Wechsel versuchte Lok mit einigen Umstellungen, noch einmal nach vorn etwas zu bewirken. Doch die Stendaler wurden schnell aller Hoffnungen beraubt. Vier Minuten nach dem Wechsel sorgte Appiah mit seinem zweiten Treffer für klare Verhältnisse. Erst in der 60. Minute hatte Lok eine nennenswerte Torchance. Tim Schaarschmidt und danach Philipp Groß vergaben. Wenig später fing sich Lok den vierten Gegentreffer. Danach schaltete Greifswald merklich einen Gang zurück, hatte aber noch genügend Möglichkeiten (unter anderem zwei Lattentreffer, einmal kratzte Martin Gödecke den Ball von der Linie), um weitere Treffer zu erzielen. Lok war mit dem 0:4 am Ende noch gut bedient.

„Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an ein gutes Spiel gemacht. Wir haben defensiv sehr gut gestanden. Wir sind froh, dass wir die drei Punkte hier in Stendal geholt haben“, zog Kroos sein Fazit.

Lok-Trainer Schulz enttäuscht

Schulz sagte: „Es war ein absolut verdienter Sieg für Greifswald. Wir sind sehr enttäuscht. Uns ist es in keiner Phase der Partie gelungen, mal richtig gegenzuhalten.“