Stendal l Der 1. FC Lok Stendal hat das Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga Nord bei TeBe Berlin 0:4 verloren. Das war für Lok nach dem 0:1 in Greifswald bereits die zweite Auswärtsniederlage in Folge.

Martin Gödecke ersetzt Franz Erdmann

Lok-Trainer Jörn Schulz hat nahezu die gleiche Elf aufgeboten, die auch in der Vorwoche auflief. Lediglich für Franz Erdmann spielte Martin Gödecke, der zuletzt aus beruflichen Gründen gefehlt hatte.

Die favorisierten Berliner übernahmen sofort die Initiative. Sie hatten erwartungsgemäß mehr Spielanteile, Zählbares sprang aber vorerst noch nicht heraus, da die Altmärker den Gegner gut vom eigenen Tor fernhielten. Aber nur bis zur 41. Minute, dann schlugen die Platzherren zu: Aus dem Gestocher heraus traf Rifat Gelici zu seinem sechsten Saisontor ins kurze Eck – 1:0. Dieser Gegentreffer war bitter, denn mit einem 0:0 wären die Altmärker natürlich lieber in die Kabinen gegangen.

Lukas Kycek steht im Mittelpunkt

Nach dem Wechsel legte TeBe noch eine weitere Kohle drauf. Lok-Schlussmann Lukas Kycek stand jetzt öfters im Mittelpunkt: Nach einer starken Kombination der Gastgeber verhinderte er erneut gegen Rifat Gelici mit einer starken Parade das 2:0. Die Gastgeber trafen aber doch zum zweiten Mal. Thiago Rockenbach da Silva erhöhte auf 2:0. Damit war die Partie vorentschieden.

Schließlich machte Murat Turhan mit seinem ersten Saisontor den Sack zu.

Eigentor von Lok Stendal

Drei Minuten vor Ultimo wurde es für die Altmärker ganz bitter: Johannes Mahrhold traf für die Berliner zum 4:0 ins eigene Tor, als er eine hereinkommende Flanke klären wollte. Er musste aber zum Ball, denn hinter dem Stendaler stand ein TeBe-Spieler einschussbereit.

Das Ergebnis erkannte schließlich auch Lok-Trainer Jörn Schulz fair an: „Wir konnten nur eine Halbzeit dagegenhalten. Der Sieg von TeBe ist absolut verdient. Wir müssen auf die anderen Spiele schauen und dort unsere Punkte holen“.

Mit dieser Niederlage ist Lok auf dem 15. und damit vorletzten Platz der Tabelle abgerutscht. Das Ergebnis in Berlin war sicher nicht überraschend, aber die Mission Klassenerhalt wird für die Ostaltmärker immer schwieriger

TeBe Berlin: Bjarne Rogall - Thomas Franke (81. Lovis Steinpilz), Max Michael Konrad (68. Marco Karim Benyamina), Rifat Gelici, Thiago Rockenbach da Silva, Higinio Martin May Mecha, Enes Aydin, Faruk Numan Sentürk (46. Lucas Gurklys), Nicolai Matt, Murat Turhan, Sefa Kahraman.

1. FC Lok Stendal: Lukas Kycek - Martin Gödecke, Philipp Groß, Martin Gebauer (74. Tim Schaarschmidt), Niclas Buschke, Steven Schubert (74. Marcel Werner), Vincent Kühn (61. Maurice Pascal Schmidt), Johannes Mahrhold, Martin Krüger, Sebastian Hey, Patrick Baudis.

Tore: 1:0 Gelici (41.), 2:0 Rockenbach da Silva (67.), 3:0 Turhan (85.), 4:0 Mahrhold (87. Eigentor).