Warnau l Zum Saisonauftakt der Fußball-Landesliga, Staffel Nord, hat der SSV Havelwinkel Warnau auf eigenem Platz gegen den MSC Preussen Magdeburg überaus unglücklich 1:2 (1:1) verloren.

Kein alltäglicher Treffer

Diese Niederlage war unnötig wie ein Kropf. Kulminationspunkt war dabei die 45. Minute, als Schiedsrichter Ohrdorf einen kuriosen und bestimmt nicht alltäglichen Treffer der Gäste anerkannte.

Was war passiert? Warnaus Hugo schob den Ball etwa 30 Meter vor dem eigenem Tor zu Torwart Lucas, der einen Freistoß ausführen sollte. Magdeburgs Martin Liebold erkannte die Situation, spritzte dazwischen, stürmte ohne Gegenwehr auf das Warnauer Tor und schob das Leder über die Linie: Jubel bei den Gästen, Ärger und Frust beim SSV-Team, denn der Schiri, der den Freistoß als von Hugo ausgeführt betrachtete, gab das Tor.

Warnau führt durch Betker

Zu diesem Zeitpunkt führte Warnau bereits 1:0. Völlig verdient, denn in den ersten 45 Minuten gab es ein klares Chancenplus für das Team aus dem Havelwinkel.

Bereits in der vierten Minute traf Rückkehrer Jürgen Betker mit einem strammen Schuss zur 1:0-Führung. Magdeburg hatte danach zwar eine Möglichkeit durch Isaac, aber Lucas reagierte stark. In der Folge spielte nur noch Warnau, vergab aber klarste Einschuss-Möglichkeiten. Roman Arndt scheiterte freistehend (19.) und auch Kevin Brömmes Hinterhaltsschuss (25.) wurde abgeblockt.

Es hätte höher stehen müssen

Danach hatte auch noch Torsten Meier seine Möglichkeit, scheiterte aber auch (32.). Bis zur Szene kurz vor der Pause hätte es schon 3:0 stehen können (müssen).

Doch der kuriose Gegentreffer warf Warnau völlig aus der Bahn. „In der Kabine war Totenstille, keiner wusste so richtig, warum es zu diesem Gegentreffer kam“, sagte Sebastian Schmidt, der den privat verhinderten Trainer Ralf Franke vertrat.

Nur noch wenige Chancen

In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber kaum wieder zu erkennen. Beide Mannschaften hatten nur ganz wenig Chancen, vieles spielte sich im Mittelfeld ab.

Lediglich Arndt setzte sich einmal durch, der Ball wurde aber noch von der Linie gekratzt (60.). Nach einem SSV-Abwehrfehler waren die Magdeburger erneut zur Stelle. Marcus Preuss schoss den 2:1-Siegtreffer (80.).

Es bleibt dabei

Danach warfen die Gastgeber alles nach vorn, um wenigstens noch einen Punkt zu erhaschen. Markus Bunkus und kurz vor Ende Sascha Walther hatten noch dicke Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen, es blieb aber am Ende beim knappen 2:1-Sieg der Magdeburger.

„Ich denke, die Partie hat keinen Sieger verdient. Magdeburg hatte wenig Chancen, auch der zweite Treffer war ja ein Fehler von uns“, zog Schmidt sein Fazit. Im Gespräch wird aber weiterhin das Tor zum 1:1 bleiben.

Warnaus Martin Buricke, der verletzt nicht mitwirkte und auch die aufgebrachten Zuschauer beruhigte , sagte dazu: „Wenn der Schiedsrichter ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigt, dann sagt er einfach, der Freistoß wird wiederholt. Preussen hatte bis dahin nicht eine Chance. Dem Schiedsrichter ist das Spiel dann völlig aus der Hand geglitten. Das alles kann ich nicht verstehen.“

Torfolge: 1:0 Jürgen Betker (4.), 1:1 Martin Liebold (45.), 1:2 Marcus Preuss (80.)

SSV Havelwinkel Warnau: Lucas Ezequiel Vincentin - Timm Hensel, Torsten Meier (67. Benjamin Doering), Hugo Camargo Lacerda De Souza, Keven Brömme, Wilhelm Schulz, Jürgen Betker (76. Markus Bunkus), Christian Bresigke, Mirko Keiper, Roman Arndt, Kevin Schmoock (72. Sascha Walther)

MSC Preussen: Rico Wilner- Tom Kupke, Marvin Windelband, Patrick Appel, Daniel Trinh, Isaac Bimenyimana, Florian Dethlefsen, Steve Röhl, Martin Liebold (Florian Böning), Christopher Birke (46. Marcus Preuss), Daniel Zoll (80. Patrice Goudou).

Zuschauer: 108.