Stendal l Nach dem zweiten Spieltag der Fußball-Kreis­oberliga haben Germania Klietz und die SG Havelberg/Kamern die volle Punktzahl auf ihrem Konto. Wenn es nach den Verantwortlichen beider Mannschaften geht, sollen am dritten Spieltag drei weitere Punkte dazu kommen.

Tabellenführer Germania Klietz empfängt den 1. FC Lok Stendal II. Die Gastgeber sind gut gestartet und nun kommt „eine unbekannte Mannschaft mit vielen neuen Gesichtern“, erklärt Germania-Coach Sören Stamer. Der sich dennoch etwas ausrechnet. „Trotzdem wollen wir etwas zählbares zu Hause behalten“, so Stamer abschließend.

Lok II gastiert beim Spitzenreiter

Der gute Start der Klietzer ist auch an Lok-Coach Martin Obst nicht vorbeigegangen. „Klietz gewinnt die ersten beiden Spiele genau wie Havelberg/Kamern. Ein Spieler hat sieben Tore nach zwei Spielen, reife Leistung“, zollt er dem Gegner Respekt. Die Lok-Reserve holte in der Vorwoche ihren ersten Dreier. „Das waren für uns sehr wichtige Punkte. Dementsprechend fahren wir mit breiter Brust nach Klietz und wollen den Schwung mitnehmen. Dabei zählt Tagesform und Kampfgeist. Ich denke wir sind gut vorbereitet“, sagt Obst abschließend. Bei den Gästen ist Maximilian Wetzel gesperrt.

Die SG Havelberg/Kamern zeigte im Auswärtsspiel in Gladigau eine desolate Leistung, holte aber dennoch den Sieg. Der SG-Verantwortliche Dennie Lindholz hat aber ein Ziel für das Heimspiel gegen den Post SV Stendal: „Wir müssen zur alten Stärke zurückfinden und den Sand, der im Getriebe steckt, freiblasen.“ Die Havelstädter haben sich für das Spiel viel vorgenommen und wollen „die drei Punkte auf jeden Fall zuhause behalten. Ich sehe Post als Herausforderung, die zu meistern ist und es wird auf jeden Fall wieder sehr spannend. Post ist immer für eine Überraschung gut“, sagt Lindholz abschließend.

Die Röxer gehen ganz entspannt in das Spiel. „Wir haben nichts zu verlieren. Die Chance kann man ja nutzen. Auch wenn wir in Havelberg verlieren sollten, ist das kein Beinbruch“, so ein relaxter Post-Coach Ole Jungshans vor dem Spiel. Die Partie wird in Kamern ausgetragen

Schönhausen hofft auf Trendwende

Ein interessantes Duell steigt in Goldbeck, wo Preussen Schönhausen seine Visitenkarte abgibt. Während Blau-Gelb gut gestartet ist und die Serie fortsetzen will, hinkt Schönhausen ein wenig hinterher. Das Derby gegen Klietz verloren und gegen Berkau nur einen Punkt geholt. Woran liegt es bei den Preussen? „Es liegt an den nicht genutzten Torchancen. Klietzt schießt viermal auf das Tor und wir spielen sie quasi an die Wand und nutzen unsere 15 Chancen nicht. Gegen Berkau das selbe Spiel, erst kommen wir gut rein, lassen dann aber hundertprozentige Chancen liegen“, erklärt David Leue. Das soll sich in Goldbeck nun ändern und der Coach fordert „90 Minuten volle Konzentration.“

Derbytime heißt es bei der KSG Berkau, das die SG Bismark II/Kläden empfängt. Die Gastgeber überraschten in der Vorwoche mit dem Punktgewinn in Schönhausen und wollen diesen mit einem Sieg natürlich veredeln. Aber da hat die Knoblich-Truppe noch ein Wörtchen mitzureden. Die SG verlor in der Vorwoche aufgrund einer schwachen Defensive. „Da müssen wir uns stabilieren“, erkannte SG-Coach Jens Knoblich an. Ins Derby wollen die Gäste mit mehr Mut und Risiko gehen, denn „da wollen wir auf jeden Fall was mitnehmen“, so Knoblich.

Dobberkau empfängt Gladigau

Aufsteiger Preußen Dobberkau ist Gastgeber für Blau-Weiß Gladigau, das in der Vorwoche an einem Punkt gegen Havelberg/Kamern schnupperte. Aber die Gäste müssen auf Nils Müller (verletzt) und Niclas Dirk (gelb-rot-gesperrt) verzichten.

Am Sonntag erwartet der Schinner SV Eintracht den SV Eintracht Lüderitz und die Gastgeber freuen sich auf den Gegner. „Ich denke es ist sehr gut, dass jetzt mit Lüderitz ein sehr ambitionierter Gegner nach Schinne kommt. Sie werden uns alles abverlangen und wir werden versuchen, als Mannschaft diese Hürde so gut es geht zu nehmen“, erklärt SSV-Trainer Gordon Besa.

Die Gäste zeigen sich vor dem Spiel kämpferisch: „Wir werden Schinne nichts schenken, so wie letzte Saison in der Rückrunde. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen, aber ich bin optimistisch, wenn wir spielerisch so weiter machen, dass wir aus Schinne was mitnehmen werden“, sagt Sven Stiewe.

Bereits am Freitag um 19 Uhr eröffnen Gastgeber TuS Wahrburg II und der SV Grieben 47 den dritten Spieltag. Die Gäste befinden sich in einem Umbruch. „Unsere Kaderdecke ist eher bescheiden und durch Urlaub und Verletzungen musste schon jetzt die Zweite von uns stark aushelfen, worüber ich auch sehr dankbar bin“, erklärt Griebens Carsten Horn. Auch die TuS-Reserve ist noch in der Findungsphase, so dass sich ein interessantes Duell abspielen könnte.