Stendal l  Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf das brisante Nordduell am Sonntag in Rossau, sondern auch in Uchtspringe und in Wahrburg gibt es ebenfalls heiße Spiele. Die Uchtspringer empfangen bereits am Sonnabend (15 Uhr) den Kreveser SV. In Rossau und Wahrburg wird erst am Sonntag (13 Uhr) gekickt.

Uchtspringe empfängt Kreveser SV

Das Team um Trainer Lars Reifke rangiert hinter dem Spitzenduo auf Rang drei und möchte es auch nach diesem Spieltag bleiben. Aber mit dem Kreveser SV kommt auf die Uchtspringer eine kämpferische Mannschaft drauf zu, was sie bereits im Hinspiel eindrucksvoll untermauerten. Der KSV ging damals 2:0 in Führung, wurde aber von den Uchtspringern eiskalt bestraft und lag zur Pause 2:4 in Rückstand. Im zweiten Abschnitt gelang der 4:4-Ausgleich, aber dennoch reichte es nicht zum Punkt, da die Reifke-Elf spät zum 4:5-Endstand traf.

An ein ähnlich enges Match am Sonnabend glaubt KSV-Trainer Holm Hansens nicht: „Uchtspringe hat einen Lauf und wird das sicherlich auch bestätigen.“ Er muss noch weiterhin auf den Rotgesperrten Philip Brünicke verzichten.

Ein freies Wochenende hatten die Mediziner, da die Partie in der Vorwoche in Beetzendorf ausfiel. Auch Reifke kann sich noch gut an das Hinspiel erinnern: „Das hat uns gezeigt, wie schnell es gehen kann wenn man nicht zu 100 Prozent konzentriert ist.“ Er und sein Team stellen sich auf ein umkämpftes Spiel ein, „wo wir wieder voll gefordert sein werden“, so Reifke abschließend.

Germania Tangerhütte in der Außenseiter-Rolle

In Wahrburg gibt Germania Tangerhütte seine Visitenkarte ab. Die Tangerstädter kassierten in der Vorwoche eine heftige 0:5-Niederlage, die es unter der Woche galt, aus den Kleidern zu schütteln. Bei den Randstendalern wird die Aufgabe für die Elf um Trainer Jürgen Dobberkau nicht minder einfacher, denn bereits das Hinspiel ging klar an den TuS.

Der möchte natürlich die drei Punkte eingefahren, um „unser gestecktes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dennoch werden Tangerhütte genauso ernst nehmen, wie jeden anderen Gegner auch“, erklärt Wahrburgs Trainer Robert Riep. In der Vorwoche in Rossau bewies sein Team, dass man mit Ruhe und Geduld zum Erfolg kommen kann, dennoch weiß er, dass „auch diese 90 Minuten uns einiges abverlangen werden.“

OFC vor Derby gegen Rossau

Ein brisantes und hoch­emotionales Nordderby steigt zwischen dem Rossauer SV gegen den Osterburger FC. Vor der Saison meinte OFC-Coach Uwe Schmidt, dass alle Derbys gegen Krevese und Rossau gewonnen werden. Doch bis jetzt hat das nicht geklappt, beide Partien gingen verloren. Im Hinspiel gegen den RSV „haben wir den Gegner falsch eingeschätzt und den Kampf nicht angenommen“, sagte Schmidt der weiter erklärt: „In diesem Spiel gehen wir dieses mal anderes heran und stellen uns auf einen Kampf ein. Wir haben das Spiel gegen Krevese gesehen und gehen davon aus, dass es ein ähnlicher Fight wird. Darauf freuen wir uns.“

Personell sieht es bei den Biesestädtern vor dem Derby gut aus. Bis auf den langzeitverletzten Jakob Gernecke, stehen ihm alle Spieler zur Verfügung.

RSV mit personellen Problemen

Beim Gastgeber ist die personelle Lage sehr angespannt. RSV-Trainer Christian Schulze fehlen Robert Vorlop (krank), Fabian Elling (verletzt), Benjamin Wolligandt (Urlaub) und Martin Rückriem (Gelbgesperrt). Da dürften die zuletzt auf der Bank sitzenden Julius Riemann, Danny Glombitza, Vincent Klein und Christian Feger einen Starteinsatz bekommen.

In der Vorwoche haderte der RSV mit der Chancenverwertung. „Da müssen wir uns steigern, um mithalten zu können“, weiß Schulze und fügt an: „Osterburg ist eine sehr talentierte Mannschaft, die sich im Winter mit Marius Müller und Jakob Lehmann auch gut verstärkt hat. Und das Hinspielergebnis zählt nicht mehr, das führt sicherlich nur zu einer noch motivierteren Mannschaft des OFC.“

Beide Teams freuen sich auf das Spiel und die zahlreichen Zuschauer.